Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Sven Diermeier, Analyst von Independent Research, bestätigt seine Verkaufsempfehlung für die Aktie von ThyssenKrupp (ISIN DE0007500001/ WKN 750000).
Einem Bericht der Wirtschaftszeitung "Valor Economico" zufolge, solle die brasilianische CSN ein Angebot für die Stahlwerke von ThyssenKrupp in Brasilien und den USA vorbereiten. Das Interesse seitens CSN sei nicht neu. Als Problem dürften sich nach Analysteneinschätzung die Preisvorstellungen von ThyssenKrupp erweisen, die mindestens beim Buchwert von 7 Mrd. EUR lägen.
Laut Medienberichten könnte der deutsche Konzern durch Abnahmegarantien und/oder Verlustausgleich versuchen, das angestrebte Verkaufspreisniveau zu realisieren. Nach Einschätzung der Analysten könnte der Stahlkonzern durch eine "kreative" Vertragsgestaltung eine zeitliche Streckung der Wertberichtigungen und Verluste erreichen, um damit die Bilanz im Rahmen des Verkaufs zunächst zu schonen. Selbst wenn sich ein Interessent auf einen solchen Deal einlasse, sei nicht damit zu rechnen, dass ThyssenKrupp letztendlich die 7 Mrd. EUR-Preisvorstellung erreiche.
Bisher handle es sich allerdings nur um Medienberichte. Zudem stehe noch die Genehmigung für den Verkauf der Edelstahlsparte an Outokumpu (ISIN FI0009002422/ WKN 885421) durch die EU-Kommission aus und die globalen Konjunkturaussichten seien nach wie vor getrübt.
Diese Aspekte veranlassen die Analysten von Independent Research dazu, ihr Votum "verkaufen" und das Kursziel von 14 EUR für die ThyssenKrupp-Aktie aufrecht zu erhalten. (Analyse vom 27.09.2012) (27.09.2012/ac/a/d)