16.01.2008 09:39
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Total kaufen (Aktienservice Research)

Bad Nauheim (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "Aktienservice Research" raten die Aktie von Total (ISIN FR0000120271/ WKN 850727) zu kaufen.

Ob Analysten oder Volkswirte - jeder sei sich für den Ölpreis fast sicher, dass dieser in den nächsten Monaten und Jahren nachhaltig die Marke von 100 US-Dollar je Barrel übersteigen und ein dreistelliges Niveau behalten werde. Davon profitieren würden die Ölkonzerne und die großen Mineralölunternehmen mit ihren Tankstellennetzen. In Europa gehöre dazu das Unternehmen Total. Seine Aktie habe seit Ende November 2007 einen Aufwärtstrend herausgebildet, der für weiter steigende Kurse spreche.

Der französische Mineralkonzern sei seit dem Jahr 1924 aktiv. Damals sei die Compagnie Française des Pétroles (CFP) gegründet worden. 1985 sei diese in Total CFP umbenannt worden und habe 1991 die Bezeichnung Total übernommen. Acht Jahre später habe wiederum Total mit Petrofina fusioniert und es sei 1999 der Konzern TotalFina entstanden. Mit dem Zusammenschluss der Konzerne TotalFina und Elf Aquitaine, welcher dann im März 2000 von der EU-Kommission genehmigt worden sei, sei TotalFinaElf entstanden, eines der fünf bedeutendsten Mineralölunternehmen und das insgesamt achtgrößte Industrieunternehmen weltweit. Seit Mai 2003 heiße der Konzern nun wieder ganz einfach Total.

Verbraucher in Deutschland würden das Unternehmen sicher gut kennen, zumindest als Autofahrer, der sich über die steigenden Benzinpreise seit Jahren nicht nur wundere, sondern wohl auch ein bisschen ärgere. Total betreibe hierzulande mit mehr als 1.000 Service-Stationen das viertgrößte Tankstellennetz. Im Heimatmarkt Frankreich verfüge man über das größte Netz. So viel Gigantismus sollte sich auch in den Ergebnissen widerspiegeln. Tue es auch, wie die letzten Quartalszahlen belegen würden.

Im dritten Quartal 2007 habe der Konzern mit seinen Zahlen nicht nur die Markterwartungen, sondern auch seine europäischen Mitbewerber geschlagen. Zwar sei der Nettogewinn inklusive der Sondereffekte und der 13%-Beteiligung am Pharmakonzern Sanofi-Aventis gegenüber dem Vorjahr um 3% auf drei Milliarden Euro gesunken, Analysten hätten hier aber nur mit einem Wert von 2,95 Mrd. Euro gerechnet. Die Gesellschaft habe zum einen von einem höheren Ölpreis profitiert und zum anderen sei der operative Gewinn des Segments Upstream um 10% auf 2,23 Mrd. Euro geklettert.

Allerdings habe es im Raffineriegeschäft (Downstream) deutlich gesunkene Margen gegeben. Hier habe sich der operative Profit um 34% auf 526 Mio. Euro verringert. Ein weiterer belastender Faktor für den Konzerngewinn sei die Schwäche des US-Dollars gegenüber dem Euro gewesen. Um Währungseffekte und Sonderfaktoren bereinigt, sei der Überschuss jedoch um 4% auf 4,13 Mrd. Euro geklettert. Total als drittgrößter Ölkonzern Europas habe damit die Konkurrenz abschütteln können. BP, Nummer eins in Europa, und Royal Dutch Shell, die Nummer zwei, die beide in US-Dollar bilanzieren würden, hätten zweistellige Gewinnrückgänge zu verzeichnen gehabt.

Beim Umsatz hätten die Franzosen um 3% auf 39,43 Mrd. Euro zugelegt. Zu den verbesserten Einnahmen beigetragen habe eine um 2,5% gestiegene Förderung von Öl und Gas. Bei Vorlage der Quartalszahlen habe Total zudem die Produktionsprognose von durchschnittlich plus 4% jährlich bis 2010 bestätigt.

Fundamental betrachtet, biete der Konzern somit ein vielversprechendes Bild und ein langfristiges Investment sei durchaus erwägenswert. Zudem sollte die Aktie von einem weiter steigenden Ölpreis profitieren. Und hier sehe es ebenfalls danach aus, als ob sich das schwarze Gold künftig oberhalb der Marke von 100 US-Dollar festsetzen könnte. Ein Grund sei die weltweit steigende Nachfrage, die immer schwerer vom Angebot gedeckt werden könne. In den nächsten Jahren dürfte es sogar so weit kommen, dass die Nachfrage über dem Angebot liege. Immer mehr Lagerstätten würden sich dem Ende entgegen neigen und neue würden kaum erschlossen. Experten sähen den absoluten historischen Fördergipfel, den so genannten "Peak Oil" nun nicht mehr zwischen dem Jahr 2020 und 2030, sondern bereits jetzt als erreicht an. Das wiederum dürfte den Öl-Aktien künftig weiter Auftrieb geben.

So auch Total, deren Aktie derzeit charttechnisch attraktiv erscheine. Sie zeige einen langfristig intakten Aufwärtstrend, der im Juli vergangenen Jahres bei 63,40 Euro seinen bisherigen Höhepunkt gehabt habe. Von dem Rekord habe die Aktie jedoch deutlich korrigiert, ab Mitte August 2007 aber wieder die Aufwärtsbewegung aufgenommen. Von September bis zum Jahresende habe sich dann mit einem leicht abwärts gerichteten Trendkanal eine Konsolidierungsformation herausgebildet, die Anfang 2008 nach oben aufgelöst worden sei. Zwar sei das Papier jüngst wieder etwas zurückgekommen und die Aktie habe ihre obere Begrenzung des Trendkanals getestet. Dies könnte sich jedoch als regelkonformes Pullback erweisen.

Sollte sich dies bestätigen, können nach Ansicht der Experten von "Aktienservice Research" langfristige Käufe der Total-Aktie in Erwägung gezogen werden. Mit einem KGV (2008e) von elf sei zudem die Bewertung attraktiv. Zur Absicherung biete sich ein Stopp-Loss im Bereich von 52 Euro an. (Global Markets Ausgabe 373 vom 15.01.2008) (16.01.2008/ac/a/a) Analyse-Datum: 16.01.2008

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