14.09.2005 12:19
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Toyota Motor kaufen (Aktienservice Research)

Dem langfristig ausgerichteten Anleger empfehlen derzeit die Analysten von "Aktienservice Research" die Aktien von Toyota Motor (ISIN JP3633400001/ WKN 853510) zum Kauf.

Die Hybridtechnologie sei derzeit wohl einer der spannendsten Bereiche in der Automobilindustrie. Hybridautos als Kombination eines normalen Verbrennungsmotors mit einem Elektromotor würden 30 Prozent weniger Sprit gegenüber herkömmlichen Autos brauchen. Der japanische Fahrzeughersteller Toyota habe sich auf diesem Gebiet bereits frühzeitig positioniert und einen immensen Vorsprung herausgearbeitet. Und die Nachfrage dürfte angesichts der hohen Benzinpreise weiter zunehmen.

Branchenexperten zufolge dürften bereits im Jahr 2010 allein in den USA mehr als 1,2 Millionen Hybridfahrzeuge pro Jahr verkauft werden. Klar führend bei dieser Technologie sei dann wahrscheinlich Toyota. Schon jetzt habe das wachsende Interesse an den Hybridfahrzeugen nach Einschätzung von Beobachtern dazu geführt, dass der Konzern mit der Lieferung nicht mehr nachkomme. Und besonders in Nordamerika nehme die Nachfrage stetig zu.

Gerade habe der Konzern angekündigt, seine Produktion von Hybridkomponenten zu erhöhen. Toyota wolle nun nach eigenen Schätzungen in diesem Jahr mit 240.000 bis 250.000 Hybridfahrzeugen fast doppelt so viel verkaufen wie im Vorjahr. Im kommenden Jahr solle der Absatz dieser Fahrzeuge dann auf mindestens 300.000 steigen. Künftig hoffe Toyota, eine Million Hybridfahrzeuge jährlich ausliefern zu können. Dafür müsse nun die Fertigungskapazität für die Teile erhöht werden. Zudem strebe Toyota bereits eine Erhöhung der Produktionskapazität um 30 Prozent auf 400.000 Einheiten an.

Aber nicht nur Autos mit der neuen Technologie würden sich prächtig verkaufen. Auch mit seinen anderen Modellen treffe der Konzern den Geschmack der Kunden und das rund um den Globus. Beispielsweise habe das Unternehmen im August in den USA 9,5 Prozent mehr Autos verkauft als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Bereits 2006 könnte der Konzern der drittgrößte Hersteller auf dem US-Markt hinter General Motors und Ford werden. Bis 2008 würden die Japaner dann in den USA jährlich 2,5 Millionen Fahrzeuge verkaufen. Das wären 21 Prozent mehr als 2004.

Neben den amerikanischen Wettbewerbern müssten sich aber auch die europäischen Konkurrenten warm anziehen. Der Marktanteil in Deutschland sei im ersten Halbjahr auf ein Rekordniveau von 4,2 Prozent gestiegen. Zudem habe das Unternehmen in Gesamteuropa weiter zugelegt. Während der europäische Autoabsatz um ein Prozent geschrumpft sei, hätten die Japaner ein Plus von drei Prozent erreicht und der Marktanteil sei auf 5,2 Prozent gestiegen.

Die starke Position rund im den Globus, verbunden mit steigenden Absatzzahlen, schlage sich auch in den Ergebnissen nieder. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2005/06 (bis Ende März) hätten sich die Umsätze um 10,5 Prozent auf 4,98 Billionen Yen (rund 36,8 Milliarden Euro) erhöht. Allerdings seien die Gewinne gesunken. Der Betriebsgewinn habe sich um 9,7 Prozent auf 405 Milliarden Yen (3 Milliarden Euro) verringert. Der Nachsteuergewinn sei um 6,9 Prozent auf 266,8 Milliarden Yen (1,97 Milliarden Euro) zurückgegangen.

Positive Beiträge zum Betriebsgewinn hätten zu gleichen Teilen effizientere Marketing-Aktivitäten und Kosteneinsparungen geleistet, die sich auf 60 Milliarden Yen summiert hätten. Diese hätten allerdings negative Effekte aus Wechselkursschwankungen, Gewinnrückgängen aus Transferleistungen der Mitarbeiter-Pensionskasse an den Staat sowie gestiegenen Forschungs- und Entwicklungskosten nicht ausgleichen können. Dennoch würden sich die Ergebnisse sehen lassen können.

Der seit einigen Monaten anhaltende Rückgang beim Betriebsergebnis sei auf den Modellzyklus zurückzuführen. Hier sollte zur Geschäftsjahresmitte nun der Tiefpunkt erreicht werden. Deshalb gehe der Konzern von Gewinnsteigerungen in der zweiten Geschäftsjahreshälfte aus, die durch die Neueinführung von Toyota-Modellen und die Einführung der Marke Lexus in Japan zu erwarten seien.

Die angekündigten Gewinnsteigerungen hätten bei den Investoren für Kauflaune gesorgt. Sie hätten den Kurs der Aktie daher in den vergangenen Wochen kräftig nach oben getrieben. Und hier seien weitere Zuwächse nicht unwahrscheinlich. Fundamental stimme das Bild, zudem seien japanische Aktien derzeit gefragt. Aus langfristiger Sicht könnten sich Käufe auf dem aktuellen Niveau daher auszahlen.

Vor diesem Hintergrund raten die Analysten von "Aktienservice Research" zu einem langfristigen Engagement in die Aktien von Toyota. Der Stoppkurs sollte bei 4.300 Yen platziert werden. Analyse-Datum: 14.09.2005

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