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10.02.2012 09:29

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US-Handelsbilanzsaldo Rot dominiert weiterhin

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Bei der US-Handelsbilanz für den Monat Dezember 2011 erwarten die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt einen Fehlbetrag von 46,2 Mrd. USD.

Damit würde für das Kalenderjahr 2011 ein Minus von 559 Mrd. USD eingefahren (2010: -500 Mrd. USD). Auf globaler Ebene hätten jüngst die Einkaufsmanagerwerte zugelegt. Vor diesem Hintergrund sollten sich die US-Exporte zum Jahresende 2011 um 2,3 Mrd. befestigt haben, während die Analysten bei den Importen lediglich mit einem Zuwachs um 0,7 Mrd. USD rechnen würden.

Der negative Handelsbilanzsaldo der USA beruhe vor allem auf dem bilateralen Minus mit China. Im Jahr 2000 habe dies mit rund 25% zu Buche geschlagen, während 2010 und auch aktuell die Marke von 50% überschritten werde. Wachstumsimpulse für die USA würden sich aber nach Erachten der Analysten weder auf der positiven noch auf der negativen Seite vom Außenbeitrag abzeichnen. Sowohl mit Blick auf das abgelaufene Jahr 2011 als auch für die Kalenderjahre 2012 und 2013 würden sie kaum eine Abweichung von der Nullmarke sehen.

Zu den wichtigsten Exportregionen der USA hätten in 2010 Kanada mit rund 20%, gefolgt von Mexiko mit knapp 13% und China mit gut 7% gehört. Auch auf der Importseite hätten diese Länder die herausragenden Handelspartner dargestellt (knapp 20% für China sowie rund 14% für Kanada bzw. 14% für Mexiko). Auf Lateinamerika seien mehr als 20% aller US-Exporte und knapp 20% aller Importe entfallen.

Im Vergleich zum Jahr 2000 habe sich die Bedeutung Lateinamerikas für die USA nicht wesentlich verändert. Damals seien für die USA sowohl auf der Export- als auch der Importseite die drei gewichtigsten Länder Kanada, Mexiko und Japan gewesen. Die Bedeutung Kanadas habe sich seither um bis zu vier Prozentpunkte verringert, während kaum Veränderungen in der Relation zu Mexiko zu konstatieren seien. Chinas Exporte in die USA hätten 2010 bei rund 18% der Gesamtexporte Chinas gelegen (Importanteil aus den USA: gut 7%).

Bei der ersten Schätzung zum US-Konsumentenvertrauen der Universität Michigan für den Monat Februar dürfte wegen der seit Jahresbeginn angezogenen Benzinpreise um rund 4% erstmals seit sechs Monaten ein moderater Monatsrückgang um einen Indexpunkt auf 74 Punkte eintreten. (10.02.2012/ac/a/m)

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