US-Konjunkturdaten stehen an (Norddeutsche Landesbank (Nord/LB))
Man rechne im Berichtsmonat April mit einer Veränderungsrate von -0,3% M/M. Die bereits veröffentlichten Daten zu den Automobilabsatzzahlen und zu den Umsätzen der US-Kaufhausketten würden keine positivere Einschätzung zulassen. Exklusive Automobile sollte sich im April allerdings ein gewisser Anstieg der Einzelhandelsumsätze um 0,2% M/M ergeben haben. In der Summe würden die Analysten die aktuellen Zahlen folglich auch nicht zu negativ interpretieren wollen - zumal das zweite Quartal in den USA nach Auffassung der meisten Beobachter ohnehin keine besonders erfreuliche Wirtschaftsentwicklung nehmen werde.
Folglich würden die Finanzmärkte eine gewisse Schwäche der US-Konjunktur bereits einpreisen. Die US-Einzelhandelsumsätze für April sollten dieses Szenario in der Tendenz bestätigen, aber auch keine klaren Signale in Richtung einer nachhaltigeren Konjunkturschwäche geben.
Neben den Einzelhandelsumsätzen und damit der Entwicklung des Konsumsektors würden in der kommenden Woche vor allem noch die Zahlen zur Industrieproduktion interessieren, die ein Bild von der Lage in dem anderen wichtigen Sektor der US-Wirtschaft - dem Verarbeitenden Sektor - abliefern würden. Zuletzt habe die Dynamik des Produktionsbereichs merklich nachgelassen und die Jahresrate pendle seit etwa 1,5 Jahren zwischen 1 und 2 Prozent. Daran werde sich auch im Berichtsmonat April nichts geändert haben, da die Analysten von einem Rückgang im Vergleich zum Vormonat um 0,4% ausgehen würden.
In dem ökonometrischen Regressionsmodell der Analysten würden der deutliche Rückgang beim Philadelphia Index, das Nachgeben der ISM Produktionskomponente im Monat März und eine geringere Anzahl an geleisteten durchschnittlichen Wochenstunden die wesentlichen Indikationen für die Prognose der Analysten einer schwachen Zahl geben. Entsprechend sei auch von einer deutlich niedrigeren Kapazitätsauslastung auszugehen. In der Quintessenz seien die Analysten aber immer noch meilenweit von den Tiefs der beiden Zeitreihen in den Jahren 2001/02 entfernt.
Das Verarbeitende Gewerbe bekomme ganz klar den konjunkturellen Gegenwind aus der Immobilien- und Finanzmarktkrise zu spüren, andererseits würden aber auch Faktoren wie der schwache US-Dollar, die immer noch relativ starke weltweite Nachfrage nach US-Produkten und die gesunkenen Zinsen unterstützen. Für die Einschätzung der weiteren Aussichten würden diese Zahlen - vor allem angesichts des ähnlich hohen Anstiegs im Monat März - keine neuen Trends aufzeigen. (09.05.2008/ac/a/m)
Marktbericht-Datum: 09.05.2008
| 16.05.08 | Infineon underperform | |
| 16.05.08 | ThyssenKrupp halten | |
| 16.05.08 | RWE outperform | |
| 16.05.08 | Deutsche Post buy | |
| 16.05.08 | TUI halten | |
| 16.05.08 | E.ON neues Kursziel | |
| 16.05.08 | Deutsche Postbank neues Kursziel | |
| 16.05.08 | RWE Downgrade | |
| 16.05.08 | Commerzbank strong buy |
Top-Rankings
![]() | Die 30 bestbezahlten US-CEOs klicken Sie hier |
Die 30 weltgrößten Unternehmen klicken Sie hier |















