US-Konsumenten von vielerlei Problemen geplagt (Helaba)
Die Benzinpreise würden auf Rekordstände steigen. Der Arbeitsmarkt verschlechtere sich, wenngleich sich hier zumindest im April keine zusätzliche Verschärfung gezeigt habe. Angesichts all dieser Belastungsfaktoren überrasche es nicht, dass diverse Indices zum Konsumentenvertrauen auf langjährigen Tiefständen notieren würden.
Im Vergleich dazu habe sich der Konsum bislang noch recht solide entwickelt. Im April aber sei der Autoabsatz signifikant zurückgegangen und die Zahl der verkauften Fahrzeuge sei auf den niedrigsten Stand seit fast zehn Jahren gefallen. Die Umsatzdaten der Einzelhandelsketten würden einen spürbaren Rückgang aufweisen.
Bei den Angaben einzelner Handelsunternehmen hätten dagegen eher die positiven Meldungen überwogen. Hier seien vor allem die Discounter positiv hervorgetreten, die angesichts des schwierigen Umfelds von ihrem insgesamt niedrigen Preisniveau und zusätzlichen Preisanreizen profitiert hätten.
Insgesamt sollten sich die Einzelhandelsumsätze im April merklich abgeschwächt haben. Ohne Berücksichtigung des Autoabsatzes sei der Rückgang weniger ausgeprägt. Im Mai würden die ersten Steuerrückerstattungen im Rahmen des Fiskalpakets an die privaten Haushalte ausgezahlt. Von daher sollten sich die Konsumzahlen in den folgenden Monaten wieder freundlicher darstellen.
Der Ölpreis steige von einem Rekordhoch zum nächsten und habe mittlerweile sogar 120 US-Dollar je Barrel übertroffen. Der Anstieg sei aber vor allem in den Mai gefallen und werde damit in der zu veröffentlichenden April-Inflation keine große Rolle spielen. Höhere Benzinpreise seien im April saisonal üblich, so dass diese saisonbereinigt sogar leicht zurückgegangen sein dürften. Andere Energiekomponenten könnten dagegen den Preisdruck etwas erhöht haben. Damit dürften die Energiepreise insgesamt die Teuerung im April kaum verstärkt haben, erst für den Mai zeichne sich ein deutlicher Preisaufschlag ab.
Außerhalb des Energiesektors seien keine außergewöhnlichen Preisbewegungen zu erwarten. Deshalb sollte im April sowohl die Gesamt- als auch die Kerninflation einen Vormonatsanstieg von 0,2% aufweisen. Die Gesamtrate würde sich damit auch basisbedingt auf 3,8% verringern. (09.05.2008/ac/a/m) Marktbericht-Datum: 09.05.2008
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