13.05.2008 17:11
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US-Rohölvorräte starke Anstiege (HSH Nordbank AG)

Hamburg (aktiencheck.de AG) - Die Serie unerwartet starker Anstiege der US-Rohölvorräte setzte sich in der vergangenen Woche fort, berichten die Analysten der HSH Nordbank AG.

Mit einem Zuwachs um 5,7 Mio. boe (Konsenserwartung: +1,8 Mio. boe) hätten die Bestände ein Volumen von 325,6 Mio. boe erreicht. Dies entspreche in etwa dem Normal-Niveau für diese Jahreszeit. Einmal mehr seien die derzeit steigenden Importzahlen ausschlaggebend für den Vorratsanstieg gewesen. Die Einfuhren seien um weitere 413.000 bpd auf 10,6 Mio. bpd geklettert. Die Raffinerienachfrage sei gleichzeitig infolge eines erneuten Rückganges der Auslastungsrate um 0,4 Prozentpunkte auf 85,0% gesunken.

Die Analysten der HSH Nordbank AG gehen angesichts der unverändert schwachen Raffinerienachfrage und der Produktionsausfälle in Nigeria nicht davon aus, dass die Importe auch weiterhin auf diesem hohen Niveau verbleiben werden, sondern rechnen für die kommenden Wochen mit einem Rückgang in Richtung 10,0 Mio. bpd. Dennoch sollte die offensichtlich nur langsam anziehende Nachfragesituation ausreichen, um die Bestände auch weiterhin nahe der Normal-Niveaus zu halten.

Die Benzinvorräte hätten ihren sieben Wochen anhaltenden Abwärtstrend beenden können. Die Bestände seien trotz der schwachen Raffinerieproduktion um 0,8 Mio. auf 211,9 Mio. boe geklettert. Insbesondere Importe und die unverändert schwache Nachfrage hätten diese Entwicklung unterstützt. Damit könne vor dem offiziellen Beginn der Driving Season am 26. Mai (Memorial Day) weiterhin von einer recht komfortablen Situation gesprochen werden, schließlich lägen die Bestände aktuell um 14 Mio. boe oberhalb des Vorjahres und um 4,8 Mio. boe über dem Mai-Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre.

Die Vorräte der Mitteldestillate (v. a. Diesel, Heizöl, Kerosin) seien dagegen in der vergangenen Woche um 0,1 Mio. boe auf 105,7 Mio. boe gesunken. Die Inlandsnachfrage sei auch in dieser Produktkategorie konjunkturbedingt eher schwach, die hohe Nachfrage Europas, Lateinamerikas und Asiens infolge von regionalen Angebotsdefiziten habe jedoch zu einem Anstieg der Exporte geführt. Im 5-Jahres-Vergleich betrage das Bestandsdefizit nun 6,1 Mio. boe. (13.05.2008/ac/a/m)
Marktbericht-Datum: 13.05.2008

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