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Die UniCredit-Aktie habe gestern die Märkte bewegt. Als zur Mittagszeit Gerüchte kursiert hätten, wonach eine hohe 2-stellige Milliardenabschreibung und damit ein hoher Verlust bei der größten italienischen Großbank drohen könnten, seien alle europäischen Bankaktien zunächst in die Tiefe gestürzt.
Am späteren Nachmittag habe das Haus daraufhin ein paar Fakten zur Verfügung gestellt. So hätten die Italiener bekannt gegeben, dass eine Abschreibung in Höhe von 650 Mio. EUR auf das ABS-Portfolio voraussichtlich zum Ausweis für Q1 kommen dürfte. Insgesamt werde ein Handelsverlust von rund 675 Mio. EUR erwartet. Unter dem Strich dürften alle übrigen Aktivitäten dies mehr als ausgleichen, so dass unter dem Strich mit einem Milliardenüberschuss zu rechnen sei. Genaue Q1-Zahlen werde UniCredit am 8. Mai publizieren.
Der Markt und vor allem Bankaktien hätten daraufhin zu einer Erholung angesetzt. Für die Analysten seien die genannten Zahlen von der Höhe her in etwa erwartet worden. Dies dürfte im aktuellen Aktienkurs eingepreist sein. Die Aktie sei aktuell mit einem 2008er KGV von 8,0 bewertet. Die Analysten würden ihr bisheriges Kursziel von 5,60 EUR bestätigen.
Aus Sicht der technischen Analyse liegt eine spannende Situation bei UniCredit vor, so Andreas Klähn, Analyst der SEB. Die Aktie versuche sich zum wiederholten Male an der Auflösung des starken Abwärtstrends, dessen obere Begrenzungslinie bei aktuell 4,63 EUR verlaufe (wöchentlich fallend). Bei Versuchen im Oktober und Dezember 2007 sowie im Januar und März 2008 sei sie damit gescheitert. Auch dieses Mal tue sich die Aktie schwer, in dieser Woche zeige sich doch eine negative Performance.
Es sei fraglich, ob die leicht positiven Impulse der Overbought/Oversold-Indikatoren ausreichen würden, das Abwärtstrend-Szenario zu beenden. Aus längerfristiger Sicht liege nämlich weiterhin ein hoher negativer Trendüberhang vor, der noch nicht abgebaut werden könne. Vor einem Einstieg in die Aktie sollte deshalb unbedingt die signifikante Auflösung des Abwärtstrends abgewartet werden, d.h. zwei Wochenschlusskurse sollten klar oberhalb der Abwärtstrendlinie liegen. Solange empfehle es sich noch, der Aktie fernzubleiben. Sollte es zu einem Rücksetzer auf die starke Unterstützung bei 4,08 EUR kommen und dieser Test erfolgreich verlaufen, so seien ebenfalls erste Engagements erwägenswert.
Aus fundamentalen Gesichtspunkten bewerten die Analysten der SEB die UniCredit-Aktie mit dem Rating "buy". (Analyse vom 24.04.2008) (24.04.2008/ac/a/a)
Analyse-Datum: 24.04.2008
| 01.07.2008 | UniCredit overweight | JP Morgan Chase & Co. | |
| 26.06.2008 | UniCredit strong buy | SEB AG | |
| 20.06.2008 | UniCredit overweight | JP Morgan Chase & Co. | |
| 13.06.2008 | UniCredit verkaufen | Hamburger Sparkasse AG (Haspa) | |
| 29.05.2008 | UniCredit buy | SEB AG |
Aktien in diesem Artikel
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