Kulmbach (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "Der Aktionär" empfehlen konservativen Anlegern sich einige Stücke der UniCredit-Aktie (ISIN IT0000064854/ WKN 850832) ins Depot zu legen.
Die italienische UniCredit habe am vorletzten Wochenende berichtet, dass sie die italienische Capitalia für einen Preis von 22 Mrd. Euro erwerben werde. UniCredit habe mit der Akquisition von Capitalia an der Börse einen Wert von 100 Mio. Euro und sei damit das zweitgrößte Geldhaus in Europa. Die Nummer eins sei HSBC Holdings. Durch den letzten Coup befinde sich UniCredit auf der weltweiten Rangliste auf Platz 5.
Das Unternehmen gehe aufgrund umfangreicher Kostensenkungen davon aus, dass sich das Ergebnis nach Steuern ab dem Jahr 2010 unterm Strich um 800 Mio. Euro erhöhe. Analysten würden ein Wachstum pro Jahr von rund 20 Prozent erwarten. Einige von ihnen hätten die Nachricht einer eventuellen weiteren Übernahme positiv aufgenommen: Vorstandschef der UniCredit, Alessandro Profumo, habe Anfang letzter Woche Spekulationen geschürt, die Gruppe interessiere sich für die französische Société Générale. In den nächsten Monaten werde man von UniCredit in Sachen Übernahmen noch etwas hören.
Konservative Anleger sollten sich nach Ansicht der Experten von "Der Aktionär" vor dem Hintergrund der Wachstumsfantasie und der günstigen Bewertung (2008er-KGV 10) gerade nach dem jüngsten Rücksetzer einige Aktien der UniCredit ins Depot legen. Das Kursziel werde bei 9,50 Euro gesehen. Zur Absicherung sollte ein Stopp bei 5,60 Euro platziert werden. (Ausgabe 23)
(31.05.2007/ac/a/a)
Analyse-Datum: 31.05.2007