Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von Independent Research, Lars Lusebrink, rät unverändert zum Akkumulieren der Unilever-Aktie (ISIN NL0000009355/ WKN A0JMZB).
Der Konzern habe im ersten Quartal 2009 weiterhin eine schwache Entwicklung in der Region Westeuropa verzeichnet. Hier sei der Umsatz um 8,4% auf 2,77 Milliarden Euro gesunken. Der organische Rückgang habe bei 2,8% gelegen. Die schwierige Situation in Westeuropa werde nach Ansicht der Analysten vor allem dadurch deutlich, dass der Konzern hier im Vergleich zu anderen Regionen nur geringe Preiserhöhungen habe durchsetzen können. Ursächlich hierfür sei nach Meinung der Analysten der starke Wettbewerb gewesen. Auch ergebnisseitig sei die Entwicklung mit einem Rückgang des operativen Ergebnisses vor Sondereffekten auf 416 Millionen Euro enttäuschend gewesen. Die operative Marge sei auf 15% gesunken.
Mit einer Verstärkung der Innovationsbemühungen und der Einführung neuer Produkte wolle der Konzern auf die schwache Entwicklung in Westeuropa reagieren. Zudem würden die Restrukturierungspläne schneller als geplant und größtenteils bis Ende 2009 umgesetzt. Die Analysten würden dies für konsequent und sinnvoll halten.
Positiv werte man, dass der Konzern bereits erste Anzeichen einer Stabilisierung in der Region sehe. Mit Blick auf das für 2009 von Wirtschaftsforschungsinstituten erwartete sehr schwache konjunkturelle Umfeld in der Eurozone würden die Analysten aber noch keine durchgreifende Besserung der Situation erwarten. Das Kursziel für die Aktie werde weiterhin bei 18 Euro gesehen.
Die Analysten von Independent Research empfehlen weiterhin, die Aktien von Unilever zu akkumulieren. (Analyse vom 25.05.2009) (25.05.2009/ac/a/a)
Analyse-Datum: 25.05.2009