Helaba Trust stuft die Aktie des britischen Konsumgüterkonzerns Unilever plc in einer Analyse vom 4. Februar mit "Kaufen" ein.
Am 10. Februar werde Unilever die Ergebniszahlen für das vierte Geschäftsjahresquartal
präsentieren. Neben Währungseinbußen dürften vor allem Marktanteilsverluste
bei Slim-Fast Produkten lediglich in einer moderaten Erlössteigerung um gut 2 Prozent auf 10,7 Mrd. Euro gemündet sein. Während das Vorsteuerergebnis mit 1,2 Mrd. Euro aufgrund von Kosteneinsparungen
und Größeneffekten leicht überdurchschnittlich um knapp 3 Prozent zugelegt haben sollte,
gehen die Analysten davon aus, dass der Quartalsüberschuss wegen der zuletzt vermutlich leicht erhöhten Steuerquote nur um rund 1 Prozent auf 807 Mio. Euro gestiegen sei. Nach Anteilen Dritter
veranschlagen die Analysten den Quartalsgewinn auf 701 Mio. Euro.
Mit der strategischen Zielsetzung (Unilever 2010), die auf das auslaufende Restrukturierungsprogramm "Path to growth" aufbaue, dürfte die Umsatzentwicklung trotz der weiterhin schwierigen Situation in Teilbereichen (unter anderem Haushaltsreiniger, Diätprodukte) nicht zuletzt durch die verstärkten Marketingaktivitäten wieder an Dynamik gewinnen. Der anhaltenden Schwächeneigung des Dollar
sollte die forcierte Expansion in wachstumsträchtige Regionen entgegenwirken.
Mit Blick auf die günstigeren Kostenstrukturen sowie die höhermargige Produktpalette
gehen die Analysten im kommenden Jahr von einem überproportionalen operativen
Ergebnisanstieg aus. Nach dem Abbau der Nettoverschuldung dürften die Aktionäre
angesichts des zunächst gesättigten Akquisitionshungers von einer erhöhten
Ausschüttungsquote bzw. Aktienrückkäufen profitieren. Bereits im ersten Halbjahr
sei mit der Umsetzung des Aktienrückkaufprogramms begonnen worden. Wenngleich
das wiederholt enttäuschte Investorenvertrauen zunächst noch auf dem Titel lasten
könnte, lasse die im Branchenvergleich moderate Bewertung mittelfristig ein attraktives
Kurssteigerungspotenzial für die Unilever-Aktie erwarten.