München (aktiencheck.de AG) - Die Experten der "EURO am Sonntag" empfehlen vor einem Einstieg in die Aktie von United Internet (ISIN DE0005089031/ WKN 508903) eine kurzfristige Konsolidierung abzuwarten.
Durch den Kauf der DSL-Sparte von freenet steige der Konzern zur Nr. 2 in der deutschen DSL-Landschaft auf. Für einen Kaufpreis in Höhe von 123 Mio. EUR (davon 70 Mio. EUR in Cash; Rest in United Internet Aktien) erhalte Konzernchef Ralph Dommermuth 700.000 DSL Kunden. Zudem habe United Internet eine Art Vertriebspartnerschaft abgeschlossen. Sollte freenet bis 2014 500.000 zusätzliche DSL-Kunden für United Internet werben, erhalte man dafür weitere 6,55 Mio. United Internet-Anteile.
Experten hätten schon lange eine Konsolidierung im gesättigten Breitbandgeschäft prognostiziert. Im Verteilungskampf der Marktanteile stehe der Konzern jetzt erst mal wieder propper da, auch wenn die Finanzkraft der solide wirtschaftenden Pfälzer für einen "zweiten Schlag" nicht ausreichen dürfte. Dennoch stärke der Schritt den Konzern und dürfte den Wert nachhaltig beflügeln.
Vor einem Einstieg in die United Internet-Aktie sollten Anleger nach Einschätzung der Experten der "EURO am Sonntag" eine kurzfristige Konsolidierung abwarten. Das Kursziel werde bei 12,00 EUR gesehen und ein Stoppkurs sollte bei 6,70 EUR platziert werden. (Ausgabe 22) (01.06.2009/ac/a/t)
Analyse-Datum: 01.06.2009