Westerburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst Henning Wagener von AC Research empfiehlt weiterhin, die Aktien von Versatel (ISIN DE000A0M2ZK2/ WKN A0M2ZK) zu reduzieren.
Die Gesellschaft wolle zukünftig möglicherweise auch einen größeren Kabelnetzbetreiber übernehmen.
Dies habe der Versatel-Chef Peer Knauer gegenüber der "Wirtschaftswoche" verlauten lassen. So sei die Akquisition der kleinen Berliner TV-Kabelgesellschaft AKF Telekabel im Juni ein Testlauf gewesen.
Nach Ansicht der Analysten von AC Research sei die Meldung insgesamt durchaus positiv zu werten. So könne der Konzern auf diese Weise im Kabelfernsehbereich wachsen. Gleichzeitig gestalte sich die Übernahme einer Kabelgesellschaft derzeit deutlich günstiger als die Verlegung neuer Glasfasernetze.
Insgesamt schätze man die Geschäftsaussichten für den Konzern in den kommenden Quartalen derzeit allerdings als relativ schwierig ein. So erscheine vor dem Hintergrund des sehr intensiven Wettbewerbsumfeldes und des damit verbundenen Preisdrucks mit einem sinken durchschnittlichen Umsatz je Kunde wahrscheinlich. In Anbetracht dessen erscheine die anvisierte Ausweitung der Geschäftstätigkeit im Bereich Kabel-TV durchaus sinnvoll.
Beim Freitagsschlusskurs von 14,23 Euro erscheine das Unternehmen vor dem Hintergrund des nach wie vor schwierigen Marktumfeldes weiterhin relativ ambitioniert bewertet. Insbesondere sehe man auch im Geschäftskundenbereich einen anhaltenden Druck auf die Gesellschaft. Insgesamt sehe man auf dem aktuellen Kursniveau bei einem Investment in die Aktie noch ein leicht negatives Chance-Risiko-Verhältnis.
Die Analysten von AC Research empfehlen weiterhin, die Aktien von Versatel zu reduzieren. (Analyse vom 29.09.2008) (29.09.2008/ac/a/t)
Analyse-Datum: 29.09.2008