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Vivendi Universal kaufen (Hauck & Aufhäuser)
Vivendi habe in allen Geschäftsfeldern führende Marktpositionen. Die jüngsten Akquisitionen in den "gesättigten" Segmenten (Musik, Canal+) würden zur Marktbereinigung beitragen und die bestehenden Marktpositionen von Vivendi stärken.
Bei Canal+ und im Musik-Segment werde nach den Akquisitionen restrukturiert; dies erhöhe mittelfristig die Effizienz. Im Telekombereich werde die tendenziell abnehmende Gewinndynamik von SFR überkompensiert durch die Expansion in Wachstumsregionen (Afrika; Türkei).
Auf Basis der Gewinnschätzungen der Analysten ergebe sich für Vivendi ein Gewinnwachstum von +8% (2008e) bzw. +13% (2009e). Dies entspreche in etwa der Entwicklung der Medienbranche und sei tendenziell besser als das Gewinnwachstum des Gesamtmarktes (DJ EURO STOXX 50-Index; 2008e: +8% / 2009e: +10%).
Als Medienunternehmen (Zugehörigkeit zum DJ STOXX-Media-Index) sei Vivendi vergleichsweise defensiv aufgestellt (es bestehe kaum Abhängigkeit vom Werbemarkt, vielmehr basiere ein Großteil des Geschäfts auf Abonnements). Vivendi sei sogar eher als Telekommunikationsunternehmen zu betrachten: Rund 75% des Konzern-EBITA würden von SFR und Maroc Telecom generiert. Das Ergebnis sei entsprechend gut prognostizierbar. So gebe Vivendi regelmäßig (verlässliche) Prognosen zur Gewinnentwicklung ab. Dies fördere die Transparenz. Hierbei helfe sicherlich auch, dass sich unerwartete Entwicklungen in Geschäftsbereichen kompensieren könnten (ein Segment berichte schlechter als erwartet; dafür liege in einem anderen Bereich das Ergebnis dann über den Erwartungen).
Vivendi werde gegenwärtig mit einem Abschlag sowohl zur Medien- als auch zur Telekommunikationsbranche bewertet. Dies würden die Analysten für nicht gerechtfertigt halten: Die defensiven Qualitäten des Unternehmens sollten in volatilen und unsicheren Zeiten vom Markt positiv bewertet werden. Außerdem habe Vivendi in vielen Marktsegmenten und Regionen führende Positionen (zum Beispiel: Musik, SFR). Hinzu komme die relativ hohe Dividendenrendite von 5,0% (Stand: 16.05.2008): Hier liege Vivendi über dem Gesamtmarkt (2008e: 4,3%) und über der Branche (4,2%).
Der (mögliche, wenn auch nur teilweise wahrscheinliche) Aufkauf der Minderheitsanteile (Canal+, SFR) würde die Strukturen des Vivendi-Konzerns weiter vereinfachen und die Effizienz erhöhen. Darüber hinaus könne man aber auch in umgekehrter Richtung über eine Zerschlagung des Vivendi-Konzerns spekulieren: Vodafone scheine nämlich selber an einer vollständigen SFR-Übernahme interessiert zu sein. Diese würde sich momentan aber nur über den Kauf von Vivendi realisieren lassen.
Angesichts des Spielraums bei der Ausweitung der Verschuldung seien eine Erhöhung der Ausschüttungsquote und/oder Aktienrückkäufe durchaus denkbar und positiv.
Die Analysten von Hauck & Aufhäuser belassen die Vivendi Universal-Aktie auf der H&A-Research-Aktien-Select-Liste und empfehlen weiterhin ihren Kauf mit einem Kursziel von 32 Euro (unverändert). (Analyse vom 16.05.2008)
(16.05.2008/ac/a/a)
Analyse-Datum: 16.05.2008
| 21.05.2008 | Vivendi Universal kaufen | Hamburger Sparkasse AG (Haspa) | |
| 19.05.2008 | Vivendi Universal kaufen | Hauck & Aufhäuser | |
| 16.05.2008 | Vivendi Universal akkumulieren | Independent Research GmbH | |
| 15.05.2008 | Vivendi Universal kaufen | National-Bank AG | |
| 04.03.2008 | Vivendi Universal buy | Société Générale Group S.A. (SG) |
Aktien in diesem Artikel
| Vivendi Universal | 24,2 | -1,3% |
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