Wien (aktiencheck.de AG) - Christian Hinterwallner, Analyst der Raiffeisen Centrobank, stuft die Aktie von Vivendi (ISIN FR0000127771/ WKN 591068) mit "kaufen" ein.
Vivendi habe im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres seinen Umsatz (auch akquisitionsbedingt) um 23,7% auf EUR 6,5 Mrd. erhöhen können. Die führende auf Online- und Konsolenspiele fokussierte Software-Schmiede Activision Blizzard habe seinen Nettogewinn im Jahresvergleich dank der Topseller "Guitar Hero", "Call of Duty" und "World of Warcraft" von USD 43 Mio. auf USD 189 Mio. mehr als vervierfachen können. Das Unternehmen verfüge über ein ausgezeichnet positioniertes Produktportfolio und hohe Cashreserven.
Der Medienriese habe zwar sein EBITA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände) im Jahresvergleich um 15,8% auf EUR 1,4 Mrd. gesteigert. Aufgrund der akquisitionsbedingt deutlich höheren Zinsbelastung habe sich der Nettogewinn allerdings um 14% auf EUR 477 Mio. verringert. Umsatz und EBITA der Musiksparte Universal Music hätten im Vergleich zum Vorjahr in etwa gleich gehalten werden können. Niedrigeren Marketingausgaben hätten hier höhere Restrukturierungskosten gegenübergestanden. Wiederum stark hätten sich die digitalen Umsätze mit einem Anstieg von 27,2% entwickelt.
Der Unterhaltungskonzern Vivendi habe wenig spektakuläre Zahlen zum ersten Quartal präsentiert. Einzig die Spielesoftware-Tochter Activision-Blizzard habe mit einer starken Geschäftsentwicklung geglänzt. Der Rest des gut diversifizierten Geschäftsmodells habe dank eines umsichtigen Kostenmanagements und der geringen Abhängigkeit vom Werbemarkt seine defensiven Qualitäten ausgespielt. Trotz schwierigem Umfeld traue man Vivendi zu, die kommunizierten Prognosen zu erreichen. Zudem erachte man das Unternehmen auf aktuellem Niveau als attraktiv bewertet.
Die Analysten der Raiffeisen Centrobank bewerten die Vivendi-Aktie mit dem Rating "kaufen". (Analyse vom 10.06.2009) (10.06.2009/ac/a/a)
Analyse-Datum: 10.06.2009