Detmold (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" legen sich bei der Volkswagen-Aktie (ISIN DE0007664005/ WKN 766400) mit einem Stopp-Buy-Limit bei 73,10 EUR auf die Lauer.
Volkswagen komme in China gut voran. Der Autobauer habe verkündigt, die Produktionskapazitäten in den kommenden Jahren massiv zu erhöhen. Der Bau neuer Fertigungsstätten laufe, bis spätestens 2014 sollten in China rund drei Millionen Fahrzeuge pro Jahr produziert werden. Im zurückliegenden Jahr habe das Unternehmen 1,4 Millionen Autos in China verkauft.
Alleine für den Bau eines neuen Werkes in Foshan werde VW in den kommenden drei Jahren 500 Millionen Euro investieren. Bei voller Auslastung sollten dort 4.000 Menschen beschäftigt und 300.000 Autos pro Jahr hergestellt werden.
Bei der Diskussion um die Fortschritte der Autokonzerne werde weiterhin sehr auf die Absatzentwicklung in Europa und Nordamerika geachtet. Selbstverständlich dürfe diese nicht außer Acht gelassen werden. Jedoch sollten sich Investoren auch einmal das Potenzial vor Augen führen, dass sich abseits dieser Märkte mittlerweile für die Hersteller erschlossen habe.
China sei inzwischen zum größten Automobilmarkt der Welt avanciert. Die chinesische Regierung tue alles dafür, diese Entwicklung zu unterstützen. Autokäufe würden mit Steuervergünstigungen gefördert. Besonders die stark geförderten Elektrofahrzeuge würden sich daher einer enormen Nachfrage erfreuen. VW habe sich entsprechend positioniert, bis 2012 werde die Angebotspalette auf 20 Modelle ausgebaut. Fahrzeuge mit Elektroantrieb sollten ab 2013 vom Band laufen.
Für den Wolfsburger Autokonzern würden die Geschäfte in China glänzend laufen. Spätestens 2012 wolle VW in China zwei Millionen Fahrzeuge pro Jahr verkaufen. In diesem Jahr habe das Unternehmen bislang knapp 800.000 Autos unter die Kunden gebracht, fast 50% mehr als im entsprechenden Zeitraum des Jahres 2009.
Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" legen sich bei der Volkswagen-Aktie mit einem Stopp-Buy-Limit bei 73,10 EUR auf die Lauer. (Ausgabe 88 vom 10.06.2010) (11.06.2010/ac/a/nw)
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