Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Für die Experten der "Wirtschaftswoche" zählt die Aktie von Volkswagen (ISIN DE0007664039/ WKN 766403, VZ) zu den Empfehlungen der Woche.
Die Stammaktie koste gegenüber der Vorzugsaktie rund 50 Prozent mehr. Entsprechend attraktiver sei die Bewertung der Vorzüge. Ihr 2007 KGV liege bei 9,7, während der Wert bei den Stämmen 14,4 betrage. Das allein sei kein Aufreger, der hohe Abschlag der Vorzüge habe Tradition. Da viele institutionelle Investoren gemäß ihrer Anlagestatuten lediglich Stammaktien erwerben dürften, hätten Privatanleger in der Vergangenheit meist die preiswerteren Vorzüge erworben. Für den Verzicht auf das Stimmrecht gebe es immerhin mehr Dividende - zuletzt 1,21 EUR gegenüber 1,15 EUR je Stammaktie.
Mittlerweile fließe allerdings weit mehr als Kleingeld in die Volkswagen-Vorzüge. Mitte Oktober 2006 seien die täglichen Börsenumsätze spürbar gestiegen - in der Spitze hätten sie auf Xetra-Basis mehr als 8 Mio. Stück erreicht. Zuvor hätten ganz selten mehr als 1 Mio. Aktien an einem Tag den Besitzer gewechselt. Das der Grund beim Porsche-Einstieg zu suchen sei, liege nahe. Der Sportwagenbauer kontrolliere mittlerweile 27,4 Prozent der Volkswagen-Stimmrechte. Allerdings hege er eigenen Angaben zufolge keine Pläne für eine vollständige Übernahme des größten europäischen Autobauers. Das Engagement werde als renditeträchtige Finanzanlage verkauft. Dann aber hätte man gleich die Vorzüge erwerben können, wegen der höheren Dividende.
Auf Grund des so genannten VW-Gesetzes dürfe Porsche noch nicht mehr als 20 Prozent der Stimmrechte ausüben. Das Gesetz bevorteile das Land Niedersachsen als zweitgrößten Aktionär mit 20,47 Prozent der Stammaktien. Doch die Blockade dürfte früher oder später von Brüssel kassiert werden, eventuell schon 2007. Dann wäre für Porsche der Weg frei.
Für die Experten der "Wirtschaftswoche" zählt die Aktie von Volkswagen zu den Empfehlungen der Woche. (Ausgabe 7) (12.02.2007/ac/a/nw)
Analyse-Datum: 12.02.2007