19.01.2007 09:52
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Volkswagen einen Fuß in die Tür stellen (Frankfurter Tagesdienst)

Detmold (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" empfehlen, bei der Aktie von Volkswagen (ISIN DE0007664039/ WKN 766403, VZ) einen Fuß in die Tür zu stellen.

Wer kaufe sich da heimlich, still und leise ein Bündel an Volkswagen-Vorzügen zusammen? Seit November sei bei den ansonsten eher unauffälligen Vorzugsaktien von Volkswagen eine massive Umsatzhäufung zu beobachten. Der sonst übliche Tagesumsatz habe bisher maximal 1 Mio. Aktien betragen. Ende Oktober/Anfang Dezember hätten die Umsätze aber drastisch zugenommen. Seitdem würden 2 bis 4 Mio. Volkswagen-Vorzüge pro Tag gehandelt. An Spitzentagen habe der Umsatz sogar zwischen 4 und 8 Mio. Stück gelegen.

Über die Hintergründe könne nur spekuliert werden. Ein Zusammenhang mit dem Einstieg von Porsche sei natürlich der naheliegendste Erklärungsansatz. Vielleicht versuche Porsche sozusagen durch ein Hintertürchen seinen Einfluss bei Volkswagen weiter auszubauen. Dafür müssten allerdings die Vorzüge in Stämme getauscht werden, denn ohne Stimmrecht wären die Wertpapiere für Volkswagen nicht viel wert. Eine solche Umwandlung in Stämme bedürfe allerdings einer Dreiviertel-Mehrheit in der Hauptversammlung.

Erwachse daraus nun ein konkreter Spekulationsansatz? Eine Umwandlung in Stammaktien wäre grundsätzlich natürlich attraktiv für die Vorzugsaktionäre, denn die Stämme würden ja rund 30 Euro über dem Kurs der Vorzüge notieren, die am Mittwochmittag bei rund 55,85 Euro gehandelt worden seien. Bei einer derart großen Kursdifferenz wäre es allerdings wahrscheinlich, dass die Vorzugsaktionäre eine Zuzahlung leisten müssten, um ihre Wertpapiere in Stämme wandeln zu können.

Es sei also keineswegs so, dass eine Umwandlung von Vorzügen in Stämme per se einen warmen Regen für die Vorzugsaktionäre bedeuten würde. Eine tendenzielle Kursangleichung im Vorfeld wäre aber ganz bestimmt drin. Das würde aber nicht nur bedeuten, dass der Kurs der Vorzüge klettern würde, sondern wohl auch, dass die Stämme tendenziell sinken würden.

Ob Porsche hinter den intensiven Käufen von Volkswagen-Vorzügen stecke, sei nur einer von vielen möglichen Erklärungsansätzen. Eines stehe aber im Hinblick auf die stark gestiegenen Umsätze fest: Irgendetwas sei im Gange.

Anleger sollten also schon mal bei der Volkswagen-Aktie den Fuß in die Tür stellen, so die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst". Sie würden aber raten, zu bedenken, dass dies keine kurzfristige Spekulation sei. Es könnten durchaus Monate vergehen, bis etwas Konkretes geschehe. (18.01.2007/ac/a/d)
Analyse-Datum: 18.01.2007

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