10.07.2008 11:37
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Volkswagen hold (SEB AG)

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der SEB, Aleksander Kuntz, stuft die Aktie von Volkswagen (ISIN DE0007664005/ WKN 766400) mit "hold" ein.

Das erste Halbjahr sei durch die Übernahmebemühungen von Porsche geprägt gewesen. Die Stuttgarter würden beabsichtigen, vor Jahresende den Anteil auf über 50% (derzeit ca. 35%) zu erhöhen. Zu diesem Zweck habe Porsche Derivate erworben, die zum Kauf von Volkswagen-Aktien berechtigen würden.

Außerdem habe sich herauskristallisiert, dass sich das Land Niedersachen auf absehbare Zeit nicht von seinem 20%igen Paket trennen werde. Dies sei verdeutlicht worden, als die hannoveranische Landesregierung 500.000 Aktien (ca. 0,17% des Volkswagen-Stammkapitals) zugekauft habe, um ein Sicherheitspolster aufzubauen.

Die Q1-Geschäftszahlen hätten im Rahmen der Erwartungen gelegen. Operative Kosteneinsparungen hätten gegenüber dem Umsatz eine überproportionale Steigerung des Ergebnisses ermöglicht. Der Fahrzeugabsatz im Zeitraum Januar bis Juni habe in Deutschland, Europa und den USA auf Vorjahresniveau gelegen. In den Schwellenländern hätten hohe Zuwachsraten realisiert werden können. Insbesondere in China, wo Volkswagen ca. 29% der Produktion absetze, habe eine Steigerungsrate von 32% realisiert werden können.

Positiv würden die Analysten die solide Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 2008 werten. Das Ergebnis sei deutlich gestiegen. Die Kosteneinsparungen würden einen überproportionalen Ergebniszuwachs ermöglichen. Die internationale Positionierung reduziere die zyklische Abhängigkeit von einzelnen Regionen. China, Indien und Russland sollten zukünftig stark wachsen. Der US-Absatz solle mittelfristig von 512 Tsd. auf 800 Tsd. erhöht werden. Die aggressive Modellpolitik sollte 2008 und 2009 für zusätzliche Umsatzimpulse sorgen. Die Kosteneinsparungen in der Produktion durch die verstärkte Verwendung von Modulen im Rahmen der bestehenden Plattformstrategie würden von den Analysten positiv gesehen.

Die US-Konjunkturschwäche und die Wachstumsverlangsamung in Europa könnten die Ergebnisentwicklung belasten. Die rückläufige Konjunktur in Spanien sollte die Ergebnisentwicklung bei Seat hemmen. Die Schwäche des US-Dollars und des Britischen Pfunds relativ zum Euro würden die Ergebnisentwicklung belasten. In einem anhaltend unsicheren konjunkturellen Umfeld bestehe nach dem starken Kursanstieg in 2007 und den positiven Einflüssen durch die Porsche-Zukäufe die Gefahr von Gewinnmitnahmen.

Porsche werde die 50%-Schwelle an Volkswagen voraussichtlich vor Jahresende erreichen. Weil sich Porsche bereits mit Derivaten eingedeckt habe und die Investoren positive Kurseffekte aus den Zukäufen erwartet hätten, sollte das weitere Kurspotenzial begrenzt sein.

Aufgrund der relativ hohen Bewertung würden die Analysten nur geringes Kurspotenzial prognostizieren. Sie würden das Kursziel von 175 Euro bestätigen.

Die Analysten der SEB bewerten die Volkswagen-Aktie mit dem Rating "hold". (Analyse vom 10.07.2008) (10.07.2008/ac/a/d)
Analyse-Datum: 10.07.2008

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