Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Oliver Caspari, Analyst vom Bankhaus Lampe, empfiehlt die Aktie von Volkswagen (ISIN DE0007664005/ WKN 766400) weiterhin zu verkaufen.
Volkswagen habe Porsche am Wochenende ein Angebot zur Übernahme eines 49,9% Anteils am Sportwagenbauer unterbreitet. Die Stuttgarter, die dringend eine Finanzspritze benötigen würden, hätten dieses jedoch abgelehnt. Der Einstiegsplan habe zudem vorgesehen, dass das Emirat Katar VW-Aktienoptionen von Porsche kaufe und zum Schluss die beiden Automobilkonzerne fusionieren würden. Sowohl VW, als auch das Land Niedersachsen und die Vertreter des Emirats würden mittlerweile auf eine baldige Entscheidung in dem seit Wochen festgefahrenen Fusionsstreit drängen.
Die anhaltenden Querelen zwischen Porsche und VW über die Ausgestaltung der geplanten Fusion würden indes die Geschäftsentwicklung der Wolfsburger überschatten. Investoren hätten bereits Bedenken geäußert, dass in dem Fall "zu viel Politik gemacht wird, statt sich um das Geschäft zu kümmern". Während der weltweite Automobilmarkt im Mai um 20% eingebrochen sei, habe der Konzern rund 1,5% mehr ausgeliefert als im Vorjahresmonat. Die Marke Volkswagen habe dank der Umweltprämie sogar ein Auslieferungsplus von 10,2% erzielt. Basis eines DCF-Modells leite man für Volkswagen einen Fair Value je Stammaktie von 100,00 Euro ab.
Angesichts der hohen Bewertung und der Risiken im Zusammenhang mit der Fusion empfehlen die Analysten vom Bankhaus Lampe weiterhin die Volkswagen-Aktie zu verkaufen. Das Kursziel werde bei 100 Euro gesehen. (Analyse vom 02.07.2009) (02.07.2009/ac/a/d)
Analyse-Datum: 02.07.2009