Hamburg (aktiencheck.de AG) - Bernd Schimmer, Analyst der Hamburger Sparkasse, nimmt für die Aktie von Volkswagen (ISIN DE0007664039/ WKN 766403, VZ) ein Downgrade von "halten" auf "verkaufen" vor.
VW gehöre zu den führenden Automobilherstellern. Während in Westeuropa fast jeder fünfte neue Pkw von VW stamme, liege der Marktanteil weltweit zur Zeit bei 9,3%. Die Fahrzeuge würden in mehr als 150 Ländern verkauft. Im Konzern gebe es neben dem Finanzdienstleistungsbereich drei Fahrzeugsparten. Die VW-Gruppe umfasse die VW Personenwagen, Škoda, Bentley und Bugatti. Die Audi-Gruppe bestehe aus Audi, Seat und Lamborghini. In das Geschäftsfeld Nutzfahrzeuge falle auch der Anteil an Scania. Wichtigste Auslandsmärkte seien Nordamerika und China. VW Vorzugsaktien seien im Vergleich zu den Stammaktien mit dem Recht auf eine 0,06 EUR höhere Dividende ausgestattet, würden allerdings nicht über ein Stimmrecht verfügen.
Nach der Einschätzung der Analysten sei somit die Aktie auf dem aktuellen Kursniveau fair bewertet. Aufgrund der aktuellen personellen Veränderungen sei es nicht ausgeschlossen, dass die Verfolgung des Sanierungszieles zwischenzeitlich in den Hintergrund gerate. Nach der erfreulichen Kursentwicklung würden die Analysten daher das kurzfristige Kurspotenzial für begrenzt halten und zu Gewinnmitnahmen raten.
Die Analysten der Hamburger Sparkasse nehmen für die Aktie von Volkswagen ein Downgrade von "halten" auf "verkaufen" vor. (09.11.2006/ac/a/d)
Analyse-Datum: 09.11.2006