07.04.2008 18:07
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Vossloh halten (Bankhaus Lampe KG)

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Sebastian Hein, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Vossloh-Aktie (ISIN DE0007667107/ WKN 766710) weiterhin mit dem Rating "halten" ein.

Vossloh habe zuletzt die Zahlen für das Geschäftsjahr 2007 vorgelegt. Diese hätten leicht über dem Konsens gelegen, aber zum Teil etwas unter den Erwartungen der Analysten. Der Konzern habe im Einzelnen folgende Ergebnisse publiziert: Der Umsatz habe bei 1.232,1 Mio. EUR (BHL: 1.220,0 Mio. EUR) gelegen und das EBIT bei 121,5 Mio. EUR (BHL: 123,7 Mio. EUR). Der bereinigte Jahresüberschuss habe 71,4 Mio. EUR (BHL: 73,6 Mio. EUR) betragen und das Ergebnis je Aktie 4,83 EUR (BHL: 4,98 EUR).

Auf der Analystenkonferenz habe der Vorstand erklärt, dass das Ergebnis nach Abzug eines Einmaleffekts im vierten Quartal leicht höher ausgefallen wäre. Der negative Effekt belaufe sich angabegemäß auf 6,5 Mio. EUR und resultiere aus der Insolvenz des Projektpartners Fahrzeugtechnik Dessau AG. Zudem habe die Gesellschaft einen Betrag von 3,5 Mio. EUR im Zuge der Abfindung für den ehemaligen CEO Dr. Gerhard Eschenröder aufbringen müssen. Trotz dieser Belastungen habe Vossloh die eigene Guidance erfüllen können.

Diese sei gewohnt konservativ gewesen und falle ebenso vorsichtig für die nächsten Jahre aus. Der Konzern rechne unverändert mit einem EBIT von 142 Mio. EUR bzw. 149 Mio. EUR für 2008 und 2009. Den Umsatz sehe Vossloh bei 1.340 Mio. EUR in 2008 sowie bei 1.402 Mio. EUR in 2009. Der Umsatz in 2008 sei dabei weitestgehend durch den Auftragsbestand, der sich angabegemäß auf 1,3 Mrd. EUR belaufe, abgesichert. Lege man die Guidance zu Grunde, liege die EBIT-Marge im laufenden sowie im folgenden Geschäftsjahr bei 10,6%. Die Analysten würden auf vergleichbarem Niveau mit 10,5% in 2008 sowie mit 10,6% in 2009 kalkulieren.

Das Lokomotivengeschäft habe sich in 2007 positiv entwickelt und stehe nach Aussagen des Vorstands derzeit nicht mehr zur Disposition. Das Geschäftsfeld habe in 2007 die Konzernvorgabe eines ROCE von mehr als 15% erfüllt. Hier könnten durch einen Auftrag der Deutschen Bahn zusätzliche Umsätze generiert werden.

Aufwärtspotenzial bestehe einerseits aufgrund der China-Aufträge. Diese seien noch nicht in den Planzahlen enthalten. Auf der anderen Seite stelle der anhaltend hohe Stahlpreis eine Limitierung des Ergebnispotenzials dar. Vossloh habe allerdings angabegemäß den Stahlpreis im Bereich Fastening Systems für 2008 komplett abgesichert. Im Geschäftsbereich Switch Systems bestehe durch den hohen Auftragsbestand sowie durch die Vorratbestände ein Zeitpuffer, der den Handlungsspielraum erhöhe.

Der Vorstand gehe davon aus, dass hier eventuelle Mehrkosten an den Kunden weitergegeben werden könnten. Auf der Analystenkonferenz habe der Vorstand darüber hinaus erklärt, dass im ersten Quartal 2008 keine Umsatzerlöse aus dem China-Geschäft hätten verbucht werden können. Somit würden die Ergebnisse aus diesem Quartal unter dem Niveau des letzten Quartals 2007 liegen. Da die Abrufmenge aber weit reichend vereinbart sei, sei von planmäßigen Gesamtjahreserlösen aus dem China-Geschäft auszugehen.

Die Erwartungshaltung des Marktes bzgl. der Geschäftsentwicklung von Vossloh sei auf der einen Seite unverändert hoch. Zudem berge der anhaltend hohe Stahlpreis Risiken für die Ertragslage. Auf der anderen Seite existiere umsatzseitig eine hohe Planungssicherheit.

Die Analysten vom Bankhaus Lampe bestätigen ihr Anlageurteil "halten" und ihr Kursziel von 89,00 EUR für die Aktie von Vossloh. (Analyse vom 07.04.2008) (07.04.2008/ac/a/d)
Analyse-Datum: 07.04.2008

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