Hamburg (aktiencheck.de AG) - Marco Günther, Analyst der Hamburger Sparkasse, stuft die Aktie von Vossloh (ISIN DE0007667107/ WKN 766710) von "halten" auf "verkaufen" herab.
Der rund 4.700 Mitarbeiter zählende Konzern sei ein international agierendes Unternehmen mit Tätigkeitsschwerpunkt in Europa. Vossloh konzentriere sich auf das Kerngeschäftsfeld Eisenbahn & Verkehr. Dieser Bereich sei in die Segmente Rail Infrastructure (Umsatzanteil 3M 2009: 53%) und Motive Power & Components (Schienenfahrzeuge & elektrische Komponenten: 47%) untergliedert. Der Verkauf des Geschäftsfeldes Infrastructure Services sei im September 2008 planmäßig abgeschlossen worden. Zur Division Rail Infrastructure würden die Geschäftseinheiten Schienenbefestigungen und Weichensysteme gehören.
Regional erwirtschafte der Konzern 75,0% seiner Umsätze in Deutschland (10,8%), Frankreich (14,4%) und dem restlichen Europa. Da das Unternehmen einen vergleichsweise kleinen Weltmarktanteil aufweise, konzentriere sich Vossloh auf Marktnischen.
Für die ersten drei Monate 2009 habe der im MDAX gelistete Konzern überzeugende Geschäftszahlen vorgelegt. Die Profitabilität habe trotz des schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeldes im Berichtszeitraum weiter gesteigert werden können. Die expliziten Ziele für 2009 und 2010 erscheinen ambitioniert aber erreichbar, so die Analysten der Hamburger Sparkasse. Unter Bewertungsgesichtspunkten (KBV: 2,9) eröffne sich allerdings kaum zusätzliches Kurspotenzial.
Daher stufen die Analysten der Hamburger Sparkasse die Vossloh-Aktie von "halten" auf "verkaufen" zurück. (Analyse vom 02.07.2009) (02.07.2009/ac/a/d)
Analyse-Datum: 02.07.2009