Wien (aktiencheck.de AG) - Reinhard Ebenauer, Analyst der Raiffeisen Centrobank, stuft die Aktie von Warimpex (ISIN AT0000827209/ WKN A0LGV4) weiterhin mit "halten" ein.
Das erste Halbjahr von Warimpex sei durch enorme Wertberichtigungen der Hotelimmobilien und einem enttäuschenden operativen Geschäft gekennzeichnet. Die überraschend hohen Abschreibungen seien auf gesunkene Cash Flow-Erwartungen und höhere Abzinsungsfaktoren der externen Gutachter zurückzuführen. Der Nettovermögenwert (NNNAV) habe sich dadurch schlagartig von EUR 8,8 auf EUR 3,3 reduziert.
Der operative Hotelbetrieb sei auch im zweiten Quartal schwach verlaufen, wodurch der Umsatz trotz der höheren Bettenanzahl aufgrund zusätzlicher Hotels im Vergleich zum Vorjahresquartal um 12,5% zurückgegangen sei. Da das Hotelgeschäft frühzeitig auf Konjunkturschwankungen reagiere, sollte sich die einsetzende Wirtschaftserholung bereits im dritten Quartal in den Geschäftszahlen positiv auswirken.
Allerdings hätten die Immobilienabwertungen die Eigenkapitalquote auf 8% gedrückt und die Finanzschulden auf rd. 85% des Immobilienvermögens anschwellen lassen. Daher sei nicht auszuschließen, dass Warimpex schlechtere Kreditkonditionen akzeptieren bzw. zur Verbesserung der Bilanzstruktur Hotels zu derzeit niedrigen Preisen verkaufen müsse.
Die Aktie notiere aktuell knapp 10% unter dem NNNAV, weshalb Warimpex den geringsten Bewertungsabschlag zum Nettovermögenswert unter den österreichischen Immobilienaktien aufweise. Andererseits sollte sich im frühzyklischen Hotelgeschäft die aktuelle Konjunkturaufhellung rasch positiv niederschlagen.
Die Analysten der Raiffeisen Centrobank erhöhen daher ihr Kursziel von EUR 2,20 auf EUR 3,00 und bestätigen ihre "halten"-Empfehlung für die Aktie von Warimpex. (Analyse vom 02.10.2009) (02.10.2009/ac/a/a)
Analyse-Datum: 02.10.2009