Brigitte Kellerer-Wendelin, Analystin der Erste Bank, stuft die Aktie von Wienerberger (ISIN AT0000831706/ WKN 852894) weiterhin mit dem Rating "kaufen" ein.
Das erste Quartal des Jahres sei aufgrund der Wintermonate traditionell das schwächste im Jahr und es würden somit in den ersten drei Monaten des Jahres nur etwa 10 bis 14% der Ergebnisse erwirtschaftet. Trotz des langen Winters habe mit der weiter vorangetriebenen Expansionsstrategie der Umsatz der Gruppe in den ersten drei Monaten 2006 auf EUR 383,9 Mio. gesteigert werden können, was einem Anstieg von 15% gegenüber dem Vorjahr entspreche. Die deutlich gestiegenen zusätzlichen Energiekosten von rund EUR 15 Mio. hätten aber mit den durchgeführten Preiserhöhungen noch nicht abgefedert werden können. Das EBITDA sei somit um 2% auf EUR 55,6 Mio. gestiegen und das EBIT habe mit EUR 16,1 Mio. auf Vorjahresniveau gelegen. Die höhere Finanzbelastung habe sich im Periodenüberschuss gezeigt, der mit 4,9 Mio. doch spürbar unter dem Vorjahreszahlen gelegen habe.
Für den weiteren Geschäftsverlauf sei Wienerberger optimistisch, sowohl im Umsatz als auch bei den Ergebnissen wieder stärker zu wachsen. Hier sei es das Ziel, das von der Gruppe definierte Wachstum von 10% zu erreichen. Die zuletzt getätigten Preiserhöhungen sollten in den kommenden Monaten sichtbar werden und so die höheren Energiekosten abfedern. Basierend auf den Q1-Zahlen und dem weiterhin guten Ausblick würden die Analysten ihre Schätzungen und ihr Kursziel etwas überarbeiten.
Die Empfehlung der Analysten der Erste Bank für die Aktie von Wienerberger lautet bisher "kaufen". Das Kursziel liege bisher bei 46,00 EUR.
Analyse-Datum: 05.05.2006