Kulmbach (aktiencheck.de AG) - Die Experten des Anlegermagazins "Der Aktionär" raten die Aktie von Wirecard (ISIN DE0007472060/ WKN 747206) vorerst zu meiden.
Nach der Hauptversammlung hätten Spekulationen um Bilanzmanipulation den Kurs der Wirecard-Aktie einbrechen lassen. Die Gerüchte seien aufgekommen, nachdem die Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK) in Person von Klaus Schneider beim Aktionärstreffen kritische Fragen gestellt habe. "Vielleicht gibt es vernünftige Antworten darauf, aber ich habe sie nicht erhalten", so der SdK-Vorstandchef.
Konkret gehe es hierbei unter anderem um die intransparente Darstellung der Kapitalflussrechnung in Bezug auf die Umsätze der Wirecard-Bank und sonstiger operativer Umsätze, was den Cashflow verfälsche. Der Kauf der Trustpay AG sei ebenfalls bemängelt worden. Bei der sei laut SdK nicht klar, wer genau das Unternehmen sei und wer die Verkäufer seien.
Das Wirecard-Management sehe das Ganze hingegen als gesteuerte Leerverkaufsattacke, weshalb die Münchener auch die BaFin zur Untersuchung des Sachverhalts eingeschaltet hätten.
Um die Vorwürfe zu entkräften müsse Unternehmenschef Dr. Markus Braun Tacheles reden und für Transparenz sorgen.
Solange der Sachverhalt nicht eindeutig geklärt ist, sollten Anleger die Wirecard-Aktie meiden, so die Experten von "Der Aktionär". (Ausgabe 28) (03.07.2008/ac/a/t)
Analyse-Datum: 03.07.2008