Detmold (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" empfehlen Anlegern den Rückkauf der adidas-Aktie (ISIN DE0005003404/ WKN 500340).
Das Zahlenwerk vom Sportartikelhersteller adidas sei am Dienstag von den Investoren gefeiert worden. Er habe den Umsatz im 2. Quartal um 5% auf 2,52 Mrd. EUR erhöht. Auf wechselkursbereinigter Basis habe der Umsatzzuwachs sogar 14% betragen. Der Konzerngewinn habe man um 12% auf 116 Mio. EUR steigern können, während Analysten nur 112 Mio. EUR erwartet hätten.
Während die Kernmarke adidas floriere, bereite Reebok weiterhin Sorgen. Habe zum Beispiel der Umsatz mit Produkten der Marke adidas im 1. Halbjahr wechselkursbereinigt um 16% verbessert werden können, sei bei Reebok ein 2%iger Umsatzrückgang zu beklagen gewesen. Eine ähnliche Entwicklung habe die Entwicklung des Auftragsbestands genommen: adidas +8%, Reebok -13%.
Das andere Sorgenkind sei der US-Markt. Das sei natürlich eng mit Reebok verwoben, da die Marke dort "zu Hause" sei. Aber die Schwäche in Nordamerika könne man nicht nur auf Reebok zurückführen, denn auch Erzrivale Nike habe auf dem Heimatmarkt Probleme. In Nordamerika habe adidas im 1. Halbjahr einen wechselkursbereinigten Umsatzrückgang von 8% hinnehmen müssen, während in Europa ein Anstieg von 16% und in Asien sogar von 25% habe verbucht werden können.
Trotz der Probleme bleibe der Konzernchef, Herbert Hainer, bei seinen Jahreszielen. Daran sei natürlich die Fußball-EM nicht ganz "unschuldig" und schließlich stehe ja mit den Olympischen Spielen noch eine weitere telegene Inszenierung von adidas-Sportbekleidung bevor. In Bezug auf die Kernmarke adidas sei Hainer nun sogar noch etwas optimistischer: Hier erwarte er in diesem Geschäftsjahr nun eine niedrige, prozentual zweistellige Umsatzerhöhung, während er bisher nur mit einem hohen einstelligen Plus gerechnet habe.
Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" hatten die adidas-Aktie Anfang Juni zum Kauf empfohlen, waren allerdings zwischenzeitlich per Stopp-Loss-Limit bei 42,40 EUR ausgestiegen und empfehlen nun den Rückkauf. Das Stopp-Loss-Limit sollte bei 37,60 EUR gesetzt werden. (Ausgabe 119 vom 06.08.2008) (06.08.2008/ac/a/d)
Analyse-Datum: 06.08.2008