06.03.2008 18:47
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adidas kaufen (National-Bank AG)

Essen (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der National-Bank AG, Steffen Manske, stuft die Aktie von adidas (ISIN DE0005003404/ WKN 500340) unverändert mit "kaufen" ein.

Mit dem Geschäftsabschluss 2007 und dem Ausblick 2008 habe der Sportartikelhersteller adidas die eigenen Ziele und Marktprognosen erfüllt. Der 2007er Umsatz sei um 2,1% auf 10,299 Mrd. EUR (Prognose: 10,234 Mrd. EUR) gestiegen. Ohne Währungsveränderungen habe die Zuwachsrate bei 7% gelegen. Die Marke adidas sei dabei die treibende Kraft des Konzerns. Hier habe das Umsatzwachstum 7,3% (währungsbereinigt 12%) betragen. Eine deutliche Verbesserung habe im Rohertrag erzielt werden können, wo die Marge von 44,6% im Vorjahr auf 47,4% und somit über die Zielspanne von 45% bis 47% geklettert sei. Das EBIT sei um 7,8% auf 949 Mio. EUR (Prognose: 957 Mio. EUR) gesteigert und die operative Marge von 8,7% auf 9,2% verbessert worden. Den Nettogewinn habe der Konzern -gefördert durch geringere Zinszahlungen um 14,2% auf 551 Mio. EUR (Prognose: 555 Mio. EUR) erhöht. Das Ergebnis je Aktie betrage 2,57 EUR und die Dividende solle auf 0,50 EUR gesteigert werden.

Nach Erachten der Analysten rücke der schwächelnde amerikanische Markt (28,2% Umsatzanteil) immer mehr in den Hintergrund, denn alle anderen Regionen würden mit ordentlichen Zuwächsen glänzen. Im vierten Quartal habe Asien (26,4% Umsatzanteil) mit einem Umsatzplus von 21,4% auf 639 Mio. EUR bereits das Niveau von Nordamerika (-8,3% auf 681 Mio. EUR) erreicht. Europa sei mit 1,648 Mrd. EUR und einem Plus von 11,2% die zentrale Absatzregion (37,8% Umsatzanteil), während Lateinamerika mit 173 Mio. EUR (7,2% Umsatzanteil) die deutlichsten Wachstumsraten (+39,8%) aufweise. Im laufenden Jahr könnte Asien somit wahrscheinlich schon der zweitwichtigste Markt für adidas werden.

Mit der Übernahme von Reebok habe sich adidas auch eine Verbesserung der Produktions- und Einkaufsstrukturen vorgenommen. 95% der Produktion würden bei unabhängigen Vertragsherstellern erfolgen, die sich mit 71% vorwiegend in Asien befänden. adidas habe dieses Vertragsnetz im Jahr 2007 deutlich strafen und die Anzahl von 547 auf 377 Hersteller reduzieren können.

Die Daten für die Auftragsbestände würden von Quartal zu Quartal auf das Näherrücken der sportlichen Großereignisse 2008 und somit auf eine Geschäftsbelebung hinweisen. Dies treffe uneingeschränkt für die Kernmarke adidas zu, während Reebok noch immer mit der schwachen amerikanischen Nachfrage zu kämpfen habe. Der Konzern erwarte jedoch für 2008 eine Verbesserung, die mit einem klareren Markenimage, einer verbesserten Produktpalette und höheren Marketingaufwendungen erreicht werden solle. Die Marke adidas trage ca. 69% der Konzernumsätze, weshalb die dortige Auftragslage das ganze Unternehmen stärker beeinflusse.

Nachdem die Ziele 2007 erreicht worden seien, erwarte adidas auch für 2008 weitere Fortschritte und habe vorherige Aussagen bestätigt. Konzernweit solle der Umsatz währungsbereinigt im hohen einstelligen Prozentbereich zulegen. Dies solle durch Zuwächse in allen drei Sparten adidas, Reebok und TaylorMade-adidas Golf geschafft werden. Die Rohertragsmarge avisiere adidas in einer Spanne von 47,5% bis 48%. Einerseits liege dieses Margenziel leicht über dem Vorjahreswert und erscheine den Analysten nach bisher immer recht großen Spannbreiten recht konkret und somit selbstbewusst. Die operative Marge solle trotz hoher Marketingausgaben eine Verbesserung von 9,2% auf mind. 9,5% erfahren. Den Nettogewinn wolle adidas um mind. 15% steigern, wobei die Umsatzverbesserungen, die höhere operative Rendite und geringere Zinsaufwendungen dazu beitragen sollten.

Zusätzlich positive Effekte auf das Ergebnis je Aktie dürfte das 420 Mio. EUR schwere Aktienrückkaufprogramm ausüben. Die Analysten würden dieses Ziel für erreichbar erachten. Den Marktkonsens würden sie jedoch als etwas zu zuversichtlich betrachten. Hier werde ein Umsatzplus von 5,9% auf 10,9 Mrd. EUR und ein EBIT-Zuwachs von 16,0% auf 1,1 Mrd. EUR prognostiziert, der einer Marge von 10,1% entspreche. Der Nettogewinn werde mit 660 Mio. EUR 19,8% über dem Vorjahreswert erwartet.

Entgegen der guten Perspektiven besitze adidas aktuell nur ein 2008er KGV von 13,3, während der Peergroupmedian bei 14,3 liege. Auch in anderen Kennzahlen wie dem Kurs-Buchwert-Verhältnis oder dem Kurs-Umsatz-Verhältnis würden die Analysten trotz einer zugegebenermaßen etwas schlechteren Profitabilität eine unveränderte Unterbewertung erkennen.

Trotz der schwierigen Marktbedingungen für das US-Geschäft habe der Konzern die Markterwartungen 2007 erfüllen können. Die Analysten würden den Unternehmensausblick, mit weiteren Verbesserungen den Umsatz, das Ergebnis und die Margen betreffend, als erreichbar ansehen. Insbesondere schaffe es adidas Umsatzeinbußen in Nordamerika durch Zuwächse in anderen Teilen der Welt mehr als auszugleichen.

Die soliden Geschäftsaussichten sind in der Unternehmensbewertung noch nicht reflektiert, so dass die Analysten der National-Bank AG ihr Votum für die adidas-Aktie wieder auf "kaufen" anheben. Das Kursziel betrage 50,00 EUR, während die Analysten zu Käufen bis zu einem Niveau von 46 EUR raten würden. Das Stopp-Loss-Limit werde bei 28 EUR festgelegt. (Analyse vom 06.03.2008) (06.03.2008/ac/a/d)

Analyse-Datum: 06.03.2008

16.05.2008adidas haltenHamburger Sparkasse AG (Haspa)neutal
08.05.2008adidas UpgradeGoldman Sachs Group Inc.neutal
07.05.2008adidas overweightLehman Brothers Inc.plus
07.05.2008adidas neutralJP Morgan Chase & Co.neutal
07.05.2008adidas buySEB AGplus

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