Hamburg (aktiencheck.de AG) - Christian Hamann, Analyst der Hamburger Sparkasse, stuft die Aktie von adidas (ISIN DE0005003404/ WKN 500340) unverändert mit "verkaufen" ein.
Hinter dem US-Konzern Nike (ISIN US6541061031/ WKN 866993) belege die adidas AG den zweiten Platz auf dem Weltmarkt für Sportartikel. Das Unternehmen sei mit den international bekannten Marken adidas (Sportschuhe/-bekleidung; Umsatzanteil 2009: 73%), Reebok (Sportschuhe/-bekleidung, im Konzern verbucht seit 01.02.2006, 19%) und Taylor Made-Adidas Golf (8%) gut positioniert und breit diversifiziert. In diesen Segmenten stelle adidas vor allem hochwertige Sportartikel her. Bedeutendster Artikel seien Sportschuhe.
Regional würden sich die Umsätze 2009 auf Europa (42%), Nordamerika (23%), Asien (25%) und Lateinamerika (10%) verteilen. Das Geschäft von adidas sei stark vom US-Dollar-Kurs abhängig, wobei die positiven Effekte eines schwachen Dollars wegen der Produktion in Fernost und des Umsatzschwerpunktes in Euro überwiegen würden. Der Umsatzanteil des eigenen Einzelhandels habe 2009 bereits gut 18% betragen. Die Eigenkapitalquote habe per 31.03.10 44,7% betragen.
Die beeindruckende betriebswirtschaftliche Entwicklung der letzten Quartale sowohl auf der Bilanz- als auch auf der Umsatzseite sei mit einer Kursentwicklung einhergegangen, die bereits sehr viel vorwegnehme.
Die Analysten der Hamburger Sparkasse warten weiter ab, dass sich der Erwartungsdruck abbaut und bestätigen deshalb weiterhin ihre "verkaufen"-Empfehlung für die Aktie von adidas. (Analyse vom 21.07.2010) (21.07.2010/ac/a/d)