Die Experten der "Prior Börse" sehen für die Aktie von artnet (ISIN DE0006909500/ WKN 690950) ein Kursziel von 12 Euro.
Wie ein Sprecher den Experten erläutert habe, errichte Vorstandschef Hans Neuendorf derzeit eine Plattform, um Kunst über das Internet versteigern zu können. Aus den Auktionen erhoffe man sich beträchtliche Provisionserlöse. Das Angebot richte sich ausschließlich an professionelle Händler.
Bisher sei das Geschäftsmodell von artnet zweigleisig aufgebaut. artnet Gallery Network sei mit 3,7 Mio. USD der Hauptumsatzträger. Hierbei handele es sich um ein Verzeichnis internationaler Galerien, in dem über 1.200 Händler mit einem Inventar von mehr als 100.000 Kunstwerken aufgeführt seien. Das zweite Standbein bilde artnet Price Database, mit einem Erlös von 3,3 Mio. USD. artnet Price Database sei eine Preisdatenbank für hochwertige Kunst, auf die Gutachter, Händler, Auktionshäuser sowie Behörden zurückgreifen würden. Mit Bannerwerbung erlöse die Gesellschaft zusätzlich 1 Million USD.
Insgesamt seien die Erlöse im vergangenen Jahr von 6,3 auf 8 Mio. USD gestiegen. Der Gewinn habe sich auf 1,4 Mio. USD belaufen und habe einen Rekord zum zehnjährigen Firmenjubiläum dargestellt.
Der Börsenwert in Höhe von 48 Mio. Euro sei nicht von Pappe. Im aktuellen Jahr würden die Experten mit einem Überschuss von 1,8 Mio. USD rechnen. Das KGV belaufe sich somit auf 32 und sei nicht billig. Doch in dem Nebenwert stecke Musik. Unter anderem weil der Vorstandschef zahllose Projekte vorbereite, etwa die Gründung einer Auslandstochter in Europa.
Für die artnet-Aktie sehen die Experten der "Prior Börse" ein Kursziel von 12 Euro.
Analyse-Datum: 13.04.2006