Kulmbach (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom Anlegermagazin "Der Aktionär" sehen bei der Aktie von eBay (ISIN US2786421030/ WKN 916529) ein Kursziel von 16 Euro.
Die Internettelefonie-Tochter Skype werde nach und nach von eBay abgekoppelt und solle Anfang 2010 an die Börse gebracht werden. Zudem hätten gegängelte Verkäufer und unzufriedene Käufer in den letzten Quartalen zunehmend die Umsätze aus den Online-Auktionen gedrückt. Der neue eBay-Chef John Donahoe wolle mit einer besseren Suche, mehr Festpreisangeboten, kostenlosem Versand und dem seit Mitte Juni eingeführten Variation Style Listings das Unternehmen wieder zu einer Handelsplattform mit einer riesigen Auswahl, auf der die Nutzer Spaß haben würden, machen.
Der Aktienanalyst Collins Stewart von Sandeep Aggarwal habe in einer Studie die Entwicklung "extrem vielversprechend" genannt und die Gewinnprognose je Aktie für 2010 auf 1,71 USD erhöht. Der Besinnung auf eBays Kernkompetenzen Auktionen und PayPal würden neben Skype weitere Töchter zum Opfer fallen. Hierzu zähle auch der Webseitensuchdienst StumbleUpon. Zudem forciere eBay das internationale Wachstum.
Zuletzt hätten die Amerikaner den Marktführer für Online-Auktionen in Südkorea, Gmarket, gekauft. Die Kasse werde durch den Deal zwar kurzfristig mit 1,2 Milliarden USD belastet. Längerfristig biete das Geschäft aber ausgezeichnete Perspektiven.
Nach Ansicht der Experten sei die eBay-Aktie mit einem KGV 2010e von 11 attraktiv bewertet. Der Konzern habe vier Milliarden USD Reserven und endlich wieder einen klaren Fokus auf die beiden Kerngeschäftsfelder. Das Kurspotenzial liege bei 30%.
Die Experten von "Der Aktionär" sehen bei der Aktie von eBay ein Kursziel bei 16 Euro. Ein Stoppkurs sollte bei 10 Euro gesetzt werden. (Ausgabe 27)
(24.06.2009/ac/a/a)
Analyse-Datum: 24.06.2009