Hagen (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "ExtraChancen" raten in der Aktie von paragon (ISIN DE0005558696/ WKN 555869) investiert zu bleiben.
Der paragon AG sei in den letzten Monaten ein Quantensprung gelungen - vom Hersteller einzelner Komponenten hin zum Anbieter komplexer Systeme. Das habe sich auch in den Halbjahrszahlen des Automobilausrüsters und Spezialisten für Kommunikations- und Gebäudetechnik positiv bemerkbar gemacht. Bei den großen Automobilherstellern habe sich dies bereits herumgesprochen, in Anlegerkreisen indes noch nicht.
"Die Zuliefererindustrie wird auch in Zukunft vom zunehmenden Elektronikeinsatz in der Automobiltechnik profitieren", habe paragon-Chef Klaus Dieter Frers bereits im Frühjahr prophezeit. "Dadurch wird unser Geschäftsfeld Automotive weiter an Bedeutung gewinnen". Der Umsatzanteil dieses Kernbereichs sei nach sechs Monaten auf mittlerweile 80,8% gestiegen. Und die Sparte bleibe weiter der größte Wachstumstreiber: die Erlöse seien um 62,1% auf 40,9 Mio. Euro geklettert.
Der Umsatz im gesamten Konzern habe im ersten Halbjahr um 40,9% auf 50,6 Mio. Euro zugelegt. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sei um 43,4% auf 8,9 Mio. Euro verbessert worden. Operativ habe sich paragon um 24,1% auf 3,6 Mio. Euro steigern können.
Insgesamt solle der Umsatz im Gesamtjahr um 40% wachsen und zwischen 110 und 115 Mio. Euro liegen. Nachdem im Vorjahr noch 55 Cent Gewinn pro Aktie erwirtschaftet worden seien, sollten für 2006 mindestens 0,68 Euro in den Büchern stehen. Diese konservativen Schätzungen sollten in jedem Fall erreicht werden. Robert Heberger von Merck Finck & Co. stufe die Aktie nach wie vor mit "buy" ein, auch wenn er das Kursziel um 1 Euro auf nunmehr 16 Euro gesenkt habe.
Angesichts des vorgelegten Zahlenwerks sehen die Experten von "ExtraChancen" keinen Grund, sich von ihrem "Top-Investment der Woche" vom 4. August 2005 (Empf.-Kurs: 14,40 Euro), der Aktie der paragon AG, zu trennen. (11.08.2006/ac/a/nw)
Analyse-Datum: 11.08.2006