Wien (aktiencheck.de AG) - Franz Hörl, Analyst der Erste Bank, stuft die Aktie von voestalpine (ISIN AT0000937503/ WKN 897200) unverändert mit "kaufen" ein.
Angesichts des schwierigeren wirtschaftlichen Ausblicks würden die Analysten ihre Schätzungen vor allem für die Jahre 2011/12 und 2012/13 senken und zu einem niedrigeren Kursziel von EUR 31,50 gelangen (vorher: EUR 35,00). Obwohl ihre neuen Schätzungen für 2012/13 rund ein Drittel unter den aktuellen Konsensusschätzungen liegen würden, sei die Aktie mit einstelligen KGV selbst auf Basis dieses schwierigen Jahres aus fundamentaler Sicht günstig bewertet.
Während die reale Nachfrage in den wichtigsten Kundenbranchen wie Automobil, Maschinenbau, Luftfahrt, Energie und den meisten Märkten für Eisenbahninfrastruktur sich bisher weiter gut entwickelt habe, würden zunächst generell Unsicherheit und Lagerabbau für verringerte Nachfrage und niedrigere Preise sorgen. Erwartete zurückhaltende Kreditvergabe, schwache Investitionsbereitschaft sowie Konsumausgaben sollten sich im Jahr 2012 zunehmend auch negativ auf die reale Nachfrage auswirken.
Allerdings gebe es zuletzt auch positive Entwicklungen. Am Kassamarkt hätten sich Stahlpreise in den vergangenen zwei bis drei Wochen wieder etwas erholt, was den gerade stattfindenden Preisverhandlungen der Jahreskontrakte mit einigen Automobilherstellern für 2012 sehr gelegen komme. Zusätzlich sei eine Stabilisierung der Preise eine wichtige Voraussetzung für ein kommendes Ende des Lagerabbauzyklus.
Die Analysten würden deshalb in dieser unsicheren Zeit durchaus auch Aufwärtspotenzial für ihre nun niedrigeren Schätzungen sehen.
Die Analysten der Erste Bank bestätigen ihre Kaufempfehlung für die voestalpine-Aktie. (Analyse vom 16.12.2011) (16.12.2011/ac/a/a)
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