Deutsche Bank AktieWKN: 514000 / ISIN: DE0005140008

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03.05.2016

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03.05.2016

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Deutsche Bank Ausblick auf 2016 aus dem Geschäftsbericht

Hinweis: Dies ist ein Auszug aus dem Geschäftsbericht des Unternehmens. finanzen.net übernimmt keine Gewährleistung für die Richtigkeit des Inhalts.

Für das Jahr 2016 erwarten wir weitere Beeinträchtigungen unserer Erträge durch das niedrige Zinsumfeld und die herausfordernden Bedingungen für das Handelsgeschäft. Restrukturierungsaktivitäten zur Reduzierung unserer Länder-, Kunden- und Produktportfolios werden voraussichtlich die Möglichkeiten der Ertragsgenerierung zusätzlich beeinflussen. Gleichzeitig werden wir jedoch weiter in Wachstumsbereiche von Transaction Banking, Asset Management, Wealth Management und Equities investieren. Wir erwarten, dass der Großteil der Restrukturierungsmaßnahmen bis zum Ende des Jahres 2016 anfallen wird, und den Abschluss der Re-strukturierungsaktivitäten im Jahr 2017. Unsere Gesamtkostenbasis im Jahr 2016 wird weiter durch Kosten für Rechtsstreitigkeiten und Restrukturierungsaufwandbelastet sein. Bei unserem Kapitalmanagement konzentrieren wir uns auch künftig auf die Erzielung einer Harten Kernkapitalquote von mindestens 12,5 % bei CRR/CRD 4-Vollumsetzung (CET 1-Kapitalquote). Dieses Ziel unserer Strategie 2020 wollen wir bis 2018 erreichen. In 2016 rechnen wir mit einer nahezu unveränderten Harten Kernkapitalquote, so dass die Kapitalausstattung der Deutschen Bank nach wie vor weit über den aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen und SREP-Vorschriften liegen wird. Das Harte Kernkapital sollte weitgehend stabil bleiben, da die Kapitalbildung von den Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen, Rechtsstreitigkeiten und den Risikoabbau in der NCOU beeinflusst wird. Die Deutsche Bank ist weiterhin entschlossen, gemäß der Strategie 2020 eine Verschuldungsquote bei CRR/CRD 4- Vollumsetzung von mindestens 4,5 % in 2018 und 5 % in 2020 zu erreichen. Durch die disziplinierte Reduzierung unserer Verschuldungsposition hat sich die Verschuldungsquote bis zum Ende des Geschäftsjahres 2015 bei 3,5 % stabilisiert. In 2016 werden wir das aktive Management unserer CRD 4-Verschuldungsposition fortsetzen. Wir erwarten im Jahr 2016 eine nahezu unveränderte CRR/CRD 4 Leverage Ratio. In 2016 werden wir unsere Strategie 2020 zielgerichtet umsetzen. Wir erwarten daher weitere Aufwendungen für Restrukturierungen und Abfindungen in Höhe von rund 1,0 Mrd €, anhaltende Belastungen aus Rechtsstreitigkeiten sowie einen kontinuierlichen Kostendruck durch Aufwendungen zur Umsetzung regulatorischer Anforderungen, Bankenabgaben und schwierige Marktbedingungen. Wir sind entschlossen, unsere angestrebte Eigenkapitalrendite nach Steuern, basierend auf dem durchschnittlichen materiellen Eigenkapital, von 10 % nach Abschluss der Strategie 2020 zu erreichen. Die für 2016 geplanten Maßnahmen werden zwar die Finanzkennzahlen in diesem Jahr belasten, jedoch entscheidend zur Erfüllung dieses Ziels beitragen. Insgesamt erwarten wir eine teilweise Verbesserung der Eigenkapitalrendite nach Steuern, basierend auf dem durchschnittlichen materiellen Eigenkapital, im Jahr 2016. Die Erzielung einer strukturell vertretbaren Kostenbasis zählt zu unseren obersten Prioritäten. Wir halten weiterhin an unserem im Rahmen der Strategie 2020 erklärten Ziel einer bereinigten Kostenbasis von unter 22 Mrd € und einer Aufwand-Ertrag-Relation von rund 70 % bis 2018 fest. 2016 wird jedoch ein schwieriges Jahr für die Deutsche Bank, da unser Restrukturierungsprogramm keinen unmittelbaren Effekt auf unsere Kostenbasis haben wird. Wir beabsichtigen, auch künftig Kosteneinsparungen und -effizienzen zu erzielen. Gleichzeitig werden wir jedoch in unsere Technologie sowie Programme zur Erfüllung aufsichtsrechtlicher Anforderungen investieren und höhere Kosten aus der Abschreibung von Software einkalkulieren. Daher erwarten wir eine bereinigte Kostenbasis auf nahezu demselben Niveau wie im Geschäftsjahr 2015. Darüber hinaus wird unsere Gesamtkostenbasis auch in 2016 von Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten und Restrukturierungen belastet werden. Vor diesem Hintergrund rechnen wir damit, dass sich unsere Aufwand-Ertrag-Relation im Geschäftsjahr 2016 verbessern, aber auf einem hohen Niveau bleiben wird, da infolge des Niedrigzinsumfelds und fortdauernder Marktvolatilität mit Herausforderungen auf der Ertragsseite zu rechnen ist. Die risikogewichteten Aktiva dürften im Jahr 2016, hauptsächlich getrieben durch den erwarteten Anstieg der risikogewichteten Aktiva für das operationelle Risiko sowie geplantes Geschäftswachstum, leicht ansteigen. Dies wird teilweise durch die geplante Beschleunigung unseres Programms zum Risikoabbau in der NCOU ausgeglichen werden. Zur Verbesserung der Kapitalausstattung der Deutschen Bank hat der Vorstand dem Aufsichtsrat vorgeschlagen, einen Ausfall der Dividende für die Geschäftsjahre 2015 und 2016 zu empfehlen. In unserer Ankündigung zur Strategie 2020 haben wir betont, dass wir mittelfristig eine marktgerechte Dividendenausschüttungsquote anstreben.

Update 28.04.2016: Für das Jahr 2016 erwarten wir weitere Beeinträchtigungen unserer Erträge durch das Niedrigzinsumfeld und die herausfordernden Bedingungen für das Handelsgeschäft. Außerdem dürften die Restrukturierungsaktivitäten zur Reduzierung unserer Länder-, Kunden- und Produktportfolios die Möglichkeiten der Ertragsgenerierung beeinflussen. Wir werden jedoch weiter in Wachstumsbereiche von Transaction Banking, Asset Management, Wealth Management und Equities investieren. Wir erwarten, dass der Großteil der Restrukturierungskosten bis Ende 2016 anfallen wird und die meisten Restrukturierungsaktivitäten in 2017 abgeschlossen werden. Unsere Gesamtkostenbasis wird in 2016 weiter durch Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten und Restrukturierungsmaßnahmen belastet sein.