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Deutsche Bank Ausblick auf 2008 aus dem Geschäftsbericht
n Corporate and Investment Banking werden die Volumina in den Märkten, die 2007 besonders stark von den Marktturbulenzen betroffen waren, voraussichtlich zumindest kurzfristig erheblich niedriger ausfallen. Hierzu zählen insbesondere das Geschäft mit strukturierten Finanzierungen und andere Subprime-nahe Bereiche. Unser Geschäft in Global Markets sollte allerdings von seinem hochgradig diversifizierten Geschäftsmodell mit einer starken Stellung in den Finanzmärkten der Schwellenländer, wo positive Wachstumsaussichten anhalten, profitieren. Darüber hinaus verzeichneten unsere kundenbezogenen Handelsbereiche, einschließlich Fremdwährungen und Zinsprodukte, in der jüngsten Phase der Marktturbulenzen hohe Umsätze und werden voraussichtlich auch weiterhin den Ausblick für die Handelsbereiche positiv beeinflussen. Das (Glossar)Corporate-Finance-Geschäft würde, wie zuvor erwähnt, durch eine Reduzierung der Aktivitäten im Unternehmenssektor oder einen Rückgang im Emissionsgeschäft mit Aktien und Anleihen negativ beeinflusst. Das Geschäft würde ebenfalls unter anhaltender Zurückhaltung der Investoren im Bereich Leveraged Finance leiden. Angesichts unserer führenden Position in Europa, wo wir im Emissionsgeschäft mit Aktien und Anleihen sowie bei der Übernahmeberatung nach Provisionsaufkommen an erster Stelle liegen, erwarten wir allerdings, von einer „Flucht in Qualität“ durch Firmenkunden profitieren zu können. Darüber hinaus beeinflusst die anhaltende Dynamik in energieproduzierenden Staaten und im asiatisch-pazifischen Raum, verbunden mit einer hohen Aktivität im Unternehmenssektor, den Ausblick für unser Geschäft positiv. Unser Transaction Banking Geschäft, mit seiner schon starken Position in Europa wird voraussichtlich von seinen Investitionen der vergangenen Jahre in etablierte Märkte wie auch in Wachstumsmärkte profitieren. Ein sinkendes Zinsniveau könnte hier allerdings die Erträge in einigen Geschäftsfeldern beeinträchtigen.
In Private Clients and Asset Management erwarten wir kurzfristig positive Effekte, sowohl durch die Integration der in den Jahren 2006 und 2007 getätigten Akquisitionen als auch durch organisches Wachstum. Dazu dürften auch die Nettomittelzuflüsse von 59 Mrd € in 2007 beitragen. Ein schwächeres Wirtschaftswachstum in den etablierten Volkswirtschaften, die Verunsicherung von Investoren angesichts volatiler Aktienmärkte und eine striktere Kreditvergabe könnten allerdings die Dynamik unseres Geschäfts mit Privatkunden abschwächen. Positive Geschäftsaussichten ergeben sich nicht zuletzt durch unsere Investitionen in das Vertriebsnetz und in die Ausweitung unserer Kundenbasis in den wichtigen asiatischen Märkten China und Indien, wo die Dynamik sowohl im wirtschaftlichen Umfeld als auch in der Anlegeraktivität hoch bleiben dürfte.
Die Deutsche Bank hat ihre Kapitalbasis in 2007 gestärkt. Unsere Wertberichtigungen und Handelsverluste als Folge der Marktturbulenzen in der zweiten Jahreshälfte waren erheblich niedriger als bei einigen anderen führenden internationalen Banken. Dadurch verfügt die Deutsche Bank über die notwendige Kapitalstärke und das Potenzial, um weiter in den Ausbau der Geschäftsfelder zu investieren, Marktanteile zu gewinnen und letztlich die Wettbewerbsposition in Kerngeschäftsfeldern zu stärken. Die positiven Aussichten für die Deutsche Bank stützen sich dabei auf eine solide Refinanzierungsbasis durch Kundeneinlagen und andere hochwertige unbesicherte Finanzierungsinstrumente. Diese Basis sollte sich positiv auf zukünftige Liquiditätsmaßnahmen auswirken.
Längerfristig sollte die Deutsche Bank von ihrer Positionierung in Bezug auf die zuvor beschriebenen längerfristigen Trends profitieren. Im Zuge der fortgesetzten Globalisierung erweist sich das globale Netzwerk der Deutschen Bank zunehmend als Wettbewerbsvorteil. Wir sind in 76 Ländern der Welt präsent, einschließlich aller größeren wachstumsstarken Schwellenmärkte. Mehr als 70 % unserer Erträge im Jahr 2007 wurden außerhalb Deutschlands erwirtschaftet. Im Zuge des fortgesetzten Wachstums der weltweiten Kapitalmärkte gewinnt unser Investment-Banking-Geschäft weiter an Bedeutung. Hier hilft auch unsere Präsenz in den wichtigen Kapitalmärkten der Schwellenländer. Bezogen auf das Wachstum der weltweit angelegten Vermögen haben wir mit unserem Vermögensverwaltungsgeschäft, mit Invested Assets von 952 Mrd € zum Jahresende 2007, eine günstige Positionierung für längerfristiges Wachstum erreicht.
ls Teil der Phase drei unserer Managementagenda, die im Oktober 2006 veröffentlicht wurde, haben wir uns zum Ziel gesetzt, ein zweistelliges prozentuales Wachstum des Ergebnisses je Aktie (verwässert) und eine nachhaltige Eigenkapitalrendite (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity) von mindestens 25 % über den Geschäftszyklus zu erreichen. Zusätzlich haben wir eine „Vision“ kommuniziert, nach der wir einen Vorsteuergewinn (gemäß unserer Zielgrößendefinition) von 8,4 Mrd € für das Jahr 2008 anstreben. Seit Mitte 2007 haben die außerordentlich schwierigen Bedingungen an den Kapitalmärkten zu erheblich niedrigeren Geschäftsvolumina in den unmittelbar betroffenen Bereichen und zu Besorgnis über die weitere wirtschaftliche Entwicklung und Geschäftsentwicklung geführt. Zu den hauptsächlich betroffenen Bereichen zählen die Geschäftsfelder Leveraged Finance und strukturierte Finanzierungen. Neben reduzierter Aktivität und rückläufigen Erträgen in diesen und anderen Bereichen können anhaltend schwierige Marktbedingungen dazu führen, dass Abschreibungen auf die Buchwerte einiger unserer Portfolios, einschließlich auf Kredite und Kreditzusagen im Bereich Leveraged Finance, vorgenommen werden müssen. Diese negativen Effekte auf unsere Ertragslage können möglicherweise nicht durch Erfolge in anderen Geschäftsbereichen aufgefangen werden, insbesondere für den Fall, dass die Annahmen für ein verlangsamtes, aber anhaltendes Wirtschaftswachstum in 2008 sich als falsch erweisen und das wirtschaftliche Umfeld sich stärker eintrübt. Diese Umstände könnten die Erreichung unseres veröffentlichten Gewinnziels negativ beeinflussen.













