Deutsche Börse Ausblick auf 2008 aus dem Geschäftsbericht

Hinweis: dies ist ein Auszug aus dem Geschäftsbericht des Unternehmens. finanzen.net übernimmt keine Gewährleistung für die Richtigkeit des Inhalts.

Angesichts des Marktumfelds – auch im Hinblick auf die anhaltende US-Hypothekenkrise – und des Geschäftsmodells der Gruppe Deutsche Börse schätzt der Vorstand die Risiken für die Unternehmensgruppe als begrenzt und steuerbar ein. Es gibt keine Anhaltspunkte, die eine signifikante Änderung der Risikosituation der Gruppe erwarten lassen. Auch für 2008 sind Weiterentwicklungen der Risikomanagementorganisation und -systeme vorgesehen. Nachdem die Einführung des Advanced Measurement Approach im Clearstream-Teilkonzern zu Verbesserungen geführt hat, sollen diese in der gesamten Gruppe Deutsche Börse umgesetzt werden. Darüber hinaus ist geplant, die Stresstests im Bereich des Kreditrisikos zu erweitern.

Ausgehend von den oben skizzierten Annahmen über die Entwicklung der Finanzmärkte und basierend auf ihrem erfolgreichen Geschäftsmodell erwartet die Deutsche Börse für die Jahre 2008 und 2009 einen weiteren Anstieg der Umsatzerlöse. Hierzu wird die ISE, die 2008 erst mals für das Gesamtjahr in den Konzernabschluss ein bezogen wird, ebenso beitragen wie strukturelle Veränderungen an den Finanzmärkten sowie neue Produkte und Dienstleistungen. In Verbindung mit dem im September 2007 angekündigten Restrukturierungs- und Effizienzprogramm, das Einsparungen von 50 Mio. € im Jahr 2008, 75 Mio. € im Jahr 2009 und 100 Mio. € jährlich ab dem Jahr 2010 vorsieht, erwartet das Unternehmen eine im Vergleich zu den Umsatzerlösen überproportionale Steigerung des EBITA. Für 2008 rechnet das Unternehmen daher mit einem neuen Rekord-EBITA von über 1.345,9 Mio. €. Der im Januar 2008 bekannt gegebene Umzug eines Teils der derzeit in Frankfurt beschäftigten Mitarbeiter in das benachbarte Eschborn wird zudem die Steuerquote deutlich senken und damit das Ergebnis nach Steuern verbessern. Nach dem Umzug, der Übernahme der ISE und den Auswirkungen der Unternehmenssteuerreform in Deutschland erwartet die Deutsche Börse für das Jahr 2008 eine Steuerquote von unter 30 Prozent. Für 2009 rechnet sie mit einer Quote von 27 Prozent, für 2010 mit 25 bis 27 Prozent.

Das Unternehmen erwartet weiterhin einen positiven operativen Cashflow. Als Bestandteil des Cashflows aus Investitionstätigkeit plant die Deutsche Börse, im Prognosezeitraum jährlich rund 80 Mio. € in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen zu investieren (2007: 79,7 Mio. €). Die Investitionen sollen hauptsächlich der Neu- und Weiterentwicklung von Produkten und Dienstleistungen in den Segmenten Xetra, Eurex und Clearstream dienen. Im Rahmen des Programms zur Optimierung der Kapitalstruktur strebt die Deutsche Börse im Prognosezeitraum – vorbehaltlich von Investitionsvorhaben – eine Vollausschüttung des Gewinns an die Aktionäre an. Für die Geschäftsjahre 2008 und 2009 beabsichtigt die Deutsche Börse, ihre progressive Dividendenpolitik fortzusetzen und 40 bis 60 Prozent des Konzern-Jahresüberschusses an ihre Aktionäre auszuschütten. Die verbleibenden Mittel sind für den weiteren Rückkauf eigener Aktien vorgesehen.





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