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Deutsche Börse Aktie [WKN: 581005 / ISIN: DE0005810055]

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Deutsche Börse Ausblick auf 2010 aus dem Geschäftsbericht

Hinweis: dies ist ein Auszug aus dem Geschäftsbericht des Unternehmens. finanzen.net übernimmt keine Gewährleistung für die Richtigkeit des Inhalts.

Ausgehend von der Annahme, dass sich die Rahmenbedingungen im Prognosezeitraum positiv entwickeln werden und insbesondere das Vertrauen in die globalen Finanzmärkte weiter zunimmt, sieht sich die Gruppe Deutsche Börse gut aufgestellt, die Umsätze im Prognosezeitraum gegenüber dem Berichtsjahr zu steigern. Abhängig von der Entwicklung der Rahmenbedingungen, der Ausprägung sowohl der zyklischen als auch der strukturellen Wachstumstreiber und dem Erfolg neuer Produkte und Funktionalitäten erwartet die Gruppe Deutsche Börse für 2011 Umsatzerlöse in einer Bandbreite von rund 2,1 bis 2,3 Mrd. €. Dies würde einem Anstieg gegenüber dem Berichtsjahr von bis zu 10 Prozent entsprechen. Sollten sich die Rahmenbedingungen wider Erwarten nicht in dem beschriebenen Maße verbessern bzw. sich nicht entsprechend auf die Kunden der Gruppe auswirken, erachtet das Unternehmen auch einen Rückgang der Umsatzerlöse 2011 auf ein Niveau von rund 2,0 Mrd. € oder in äußerst negativen Szenarien sogar unterhalb dieses Wertes für möglich. In jedem Fall sieht sich das Unternehmen aufgrund seines integrierten Geschäftsmodells sowie der durchgeführten und im Folgenden beschriebenen Kostensenkungsmaßnahmen weiterhin in einer guten Lage, sein Geschäft profitabel zu betreiben. Für das Geschäftsjahr 2012 erwartet das Unternehmen einen Anstieg der Umsatzerlöse in einer ähnlichen Größenordnung wie 2011.

Um sich frühzeitig auf den strukturellen Wandel an den Finanzmärkten und auf veränderte Kundenanforderungen einzustellen sowie vor dem Hintergrund des schwierigen Marktumfelds hat der Vorstand der Deutsche Börse AG im ersten Quartal 2010 weitere Maßnahmen verabschiedet, um operative Prozesse und Kostenstrukturen zu optimieren. Die Deutsche Börse hat beschlossen, operative Funktionen innerhalb der Gruppenstandorte neu zu verteilen, die IT-Infrastruktur weiter zu harmonisieren, ihre Führungsstruktur zu verschlanken und den Fokus noch intensiver auf ihre Kernaktivitäten zu richten (Programm „Excellence“).

In der Gruppe Deutsche Börse wird durch dieses Programm die Kosteneffizienz erheblich verbessert: Aus den beschlossenen Maßnahmen ergeben sich in Summe Einsparungen von rund 150 Mio. € jährlich ab 2013. Nachdem 2010 bereits 25 Mio. € der für 2011 geplanten 85 Mio. € eingespart wurden, rechnet das Unternehmen für 2011 mit einem Einsparvolumen von rund 60 Mio. €. 2012 wird dieser Wert auf insgesamt rund 115 Mio. € steigen. Die Maßnahmen ergänzen die seit 2007 aufgelegten Programme zur Erhöhung der Effizienz der Gruppe.

Die Aufwendungen für diese Effizienzmaßnahmen werden sich auf insgesamt unter 180 Mio. € belaufen. 2010 wurden Kosten in Höhe von 110,7 Mio. € für Effizienzprogramme erfasst, hauptsächlich bei den Personalkosten in allen Segmenten der Gruppe. Die übrigen Kosten werden maßgeblich in den Jahren 2011 und 2012 anfallen.

Für 2011 rechnet die Gesellschaft mit operativen Kosten in Höhe von 925 Mio. € (2010: 936,2 Mio. €). Diese Erwartung berücksichtigt die durch eine weitere Verbesserung der operativen Effizienz erzielten Einsparungen im Umfang von rund 60 Mio. €. Dem gegenüber stehen eine erwartete Kostensteigerung durch Inflation in Höhe von rund 20 Mio. € und eine weitere Erhöhung der Ausgaben für organische Wachstumsinitiativen und Infrastruktur um rund 30 Mio. € auf etwa 120 Mio. €. Bei den volumenabhängigen Kosten, die maßgeblich von der Geschäftsaktivität im internationalen Abwicklungs- und Verwahrgeschäft bei Clearstream beeinflusst werden, rechnet das Unternehmen mit einem Anstieg auf rund 235 bis 255 Mio. € (2010: 210,9 Mio. €), insbesondere aufgrund des erwarteten Wachstums in diesem Segment. Damit ergibt sich für 2011 in Summe eine Gesamtkostenprognose von rund 1.160 bis 1.180 Mio. € vor Kosten für Effizienzprogramme in Höhe von rund 30 Mio. € und anderen möglichen Sondereffekten.

Abhängig von der Entwicklung der Umsatzerlöse rechnet das Unternehmen mit einem EBIT in einer Bandbreite von rund 1,05 bis 1,25 Mrd. €. Neben den Umsatzerlösen und Kosten hängt das EBIT noch von der Entwicklung der Nettozinserträge aus dem Bankgeschäft ab. Die Deutsche Börse geht davon aus, dass die Nettozinserträge aus dem Bankgeschäft im laufenden Geschäftsjahr ungefähr auf dem Niveau des Berichtsjahres liegen werden. Im Falle von früher und höher als erwarteten Zinserhöhungen, könnte der EBIT-Beitrag durch die Nettozinserträge höher ausfallen als erwartet. Sollten sich die Umsatzerlöse oder die Nettozinserträge nicht wie erwartet entwickeln, könnte das EBIT auf ein Niveau von rund 1,0 Mrd. € fallen – oder sogar deutlich darunter, im Falle einer äußerst negativen Entwicklung.

Update: Gregor Pottmeyer, Finanzvorstand der Deutsche Börse AG: „Unser Ergebnis für das dritte Quartal zeigt eine sehr gute Geschäftsentwicklung. Gleichzeitig haben wir unsere Effizienzmaßnahmen weiter beschleunigt und unsere Gesamtkostenprognose für 2011 reduziert. Wir haben große Zuversicht in unsere künftige Ertragskraft und haben uns vor diesem Hintergrund für einen Aktienrückkauf entschlossen.“