Deutsche Post Ausblick auf 2008 aus dem Geschäftsbericht

Hinweis: dies ist ein Auszug aus dem Geschäftsbericht des Unternehmens. finanzen.net übernimmt keine Gewährleistung für die Richtigkeit des Inhalts.

Deutsche Post World Net und Hewlett-Packard haben am 24. Januar 2008 eine Absichtserklärung unterschrieben. Ziel ist es, die Verantwortung für Teile der weltweiten IT-Aktivitäten unseres Konzerns auf HP Services zu übertragen. Aus der geplanten Vereinbarung erwarten wir Einsparungen von mindestens 1 Mrd € über sieben Jahre. So sollen die allgemeinen IT-Kosten gesenkt und die IT-Ressourcen, die wir benötigen, um das eigene Geschäft zu führen und Dienstleistungen für unsere Kunden zu erbringen, effizienter eingesetzt werden. Die Vertragsparteien hoffen, bis Mitte 2008 einen verbindlichen Vertrag abzuschließen.

Für das Jahr 2008 erwartet der Vorstand ein Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) von rund 4,2 Mrd €. Im Unternehmensbereich BRIEF gehen wir von einem EBIT von etwa 1,9 Mrd € aus. Die Konzernsparte EXPRESS strebt ein EBIT von etwa 0,65 Mrd € an, während LOGISTIK ein EBIT von etwa 1,05 Mrd € erwartet. Für den Unternehmensbereich FINANZ DIENSTLEISTUNGEN wird ein EBIT von mindestens 1,15 Mrd € vorausgesagt, und der Bereich SERVICES wird voraussichtlich einen Verlust von maximal 0,6 Mrd € verbuchen.

Für das Jahr 2009 erwarten wir für den Konzern ein EBIT von rund 4,7 Mrd €. Für das Briefgeschäft besteht ein hohes Maß an Zuversicht, dass das EBIT mit maximal 10 % bis 20 % von der vollständigen Öffnung des deutschen Briefmarkts betroffen sein wird. Vergleichsbasis ist das Jahr 2006. Für das Jahr 2009 erwartet der Unternehmensbereich BRIEF daher ein EBIT von 1,65 bis 1,85 Mrd €. Für den Expressbereich wird ein EBIT zwischen 0,9 und 1,1 Mrd € erwartet. Für den Unternehmensbereich LOGISTIK geht der Konzern von einem EBIT zwischen 1,15 und 1,25 Mrd € aus und für die FINANZ DIENSTLEISTUNGEN wird ein EBIT von mindestens 1,2 Mrd € erwartet.

In den nächsten Jahren strebt der Konzern Dividendenerhöhungen im Einklang mit dem geplanten Wachstum des Nettoergebnisses ohne Einmaleffekte an. Zusätzlich sollen auch andere Maßnahmen, wie Aktienrückkäufe, in Betracht gezogen werden, sobald das Unternehmen 1 Mrd € durch die Veräußerung von Vermögenswerten eingenommen hat.

Anfang 2008 haben wir ein Commercial-Paper-Programm mit einem Volumen von bis zu 1 Mrd € eingeführt. Es ergänzt unsere kurzfristigen Finanzierungsinstrumente und ermöglicht uns, kurzfristig solche Papiere in verschiedenen Währungen mit einer Laufzeit von in der Regel unter 90 Tagen zu emittieren. Der nachhaltige Grundbedarf an Finanzmitteln wird jedoch weiterhin durch langfristige Finanzierungsinstrumente gedeckt, da durch die Aufnahme von kurzfristigen Schuldverschreibungen im Rahmen des Commercial-Paper-Programms nur der Bedarf an kurzfristigen Bankdarlehen kompensiert wird.

Die Planung für das Jahr 2008 sieht Investitionen vor, die knapp über dem Niveau des Vorjahres liegen. Der größere Anteil daran wird wiederum auf Sachanlagen entfallen, davon mehr als drei Viertel auf die Unternehmensbereiche BRIEF, EXPRESS und LOGISTIK. Im nationalen Brief- und Paketgeschäft werden wir die Produktion verbessern, zum Beispiel Maschinen testen, mit denen Standard- und Kompaktbriefe sortiert werden. Bei den Corporate Information Solutions konzentrieren wir uns auf Kundenprojekte und den Ersatz von Druckern und Kuvertiermaschinen. Auch im internationalen Briefgeschäft werden wir die technische Ausstattung verbessern. In den Filialen sollen IT-Schaltergeräte erneuert sowie das Agenturnetz ausgebaut werden. Im Unternehmensbereich EXPRESS werden wir das europäische Drehkreuz Leipzig/Halle fertig stellen, unsere Infrastruktur ausbauen und die Fahrzeugflotte in einigen Ländern erneuern. In den Vereinigten Staaten sollen IT-Anwendungen entwickelt und Betriebsstätten modernisiert werden. Infrastrukturprojekte sind auch in den übrigen Regionen vorgesehen – im asiatisch-pazifischen Raum vor allem Drehkreuze, in der Region EEMEA (Osteuropa, der Mittlere Osten und Afrika) vor allem Fahrzeuge. Im Unternehmensbereich LOGISTIK werden wir weiterhin vor allem in kundenspezifische Transportleistungen, entsprechende Lagerlösungen und unterstützende Informationssysteme investieren. Insgesamt rechnen wir, angesichts der geplanten Geschäftsentwicklung, mittelfristig mit höheren Investitionen. Die Postbank wird vor allem in die Umsetzung gesetzlicher Anforderungen investieren, darunter die Abgeltungssteuer, Basel II und das Projekt Liquiditätssteuerung. Hiermit sollen Liquiditätsrisiken angemessen gesteuert werden, wobei man sich an den Praktiken des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht ausrichtet. Zudem werden weitere Filialen optimiert. Schwerpunkt unserer bereichsübergreifenden Investitionen werden Fahrzeugbeschaffungen sein, die in ähnlicher Größenordnung wie im Vorjahr vorgesehen sind.

Künftig werden alle Standardverträge einen Verhaltenskodex für Lieferanten enthalten. Damit stellen wir sicher, dass alle Unternehmen, mit denen wir zusammenarbeiten, unsere Ethik- und Umweltgrundsätze erfüllen.





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