Deutsche Telekom Ausblick auf 2008 aus dem Geschäftsbericht

Hinweis: dies ist ein Auszug aus dem Geschäftsbericht des Unternehmens. finanzen.net übernimmt keine Gewährleistung für die Richtigkeit des Inhalts.

Alle Maßnahmen basieren auf der Strategie „Konzentrieren und gezielt wachsen“. Das Finanzmanagement der Deutschen Telekom stellt – trotz der aktuell eingeschränkten Refinanzierungsmöglichkeiten auf Grund der Immobilienkrise in den USA – die konsequente Umsetzung dieser Strategie sicher. Diese trägt nachhaltig zur positiven Umsatz- und Ergebnisentwicklung und zur Sicherung des Cash-Flow bei. Sie unterstützt damit das Bestreben der Deutschen Telekom, ihren Aktionären auch künftig eine attraktive Dividende zu bieten.

Mobilfunk bleibt Wachstumsmotor. Im Mobilfunkgeschäft werden sich vor allem die vergleichsweise hohen Kundenzuwachsraten im operativen Segment Mobilfunk USA positiv auswirken. Auch für das operative Segment Mobilfunk Europa erwartet die Deutsche Telekom ein weiteres Wachstum der Kundenzahlen, wenngleich die Wachstumsrate im Verhältnis zum Mobilfunk USA geringer ausfallen wird. Ein wichtiger Wachstumstreiber in Europa und den USA ist das Angebot innovativer Datendienste, besonders die Weiterentwicklung des web’n’walk-Angebots mit neuen Mobilfunkendgeräten und attraktiven Tarifen. Unter diesen Annahmen erwartet die Deutsche Telekom, dass sich der positive Umsatz- und Ergebnistrend im Mobilfunk sowohl in Europa als auch in den USA fortsetzt. Weitere Kosteneinsparungen fördern diese Entwicklung. So werden in Großbritannien T-Mobile UK und der Wettbewerber 3 UK ihre UMTS-Netze künftig gemeinsam nutzen, um auf diese Weise Kosten einzusparen und gleichzeitig einen größeren Teil der Bevölkerung mit 3G-Mobilfunkleistungen versorgen zu können. Regulierungsentscheidungen und Wechselkursrisiken, insbesondere für den USD und das Britische Pfund (GBP), können die Umsätze und Ergebnisse auf Euro-Basis allerdings negativ beeinflussen. Das Mobilfunkgeschäft wird auch im Geschäftsjahr 2008 wesentlicher Investitionsschwerpunkt des Konzerns sein. In Europa stehen sowohl Qualitätsverbesserungen der GSM-Netze an als auch der weitere Ausbau der UMTS-Netze. In den USA treibt die Deutsche Telekom den Ausbau der Netzqualität und Netzabdeckung sowie den zügigen Aufbau von 3G-Mobilfunknetzen konsequent voran.

Breitbandgeschäft wird weiter ausgebaut. Das traditionelle Festnetzgeschäft wird auch künftig durch Marktanteilsverluste auf Grund des unvermindert intensiven Wettbewerbs durch alternative Teilnehmer- und Kabelnetzbetreiber, Reseller sowie Mobilfunksubstitution gekennzeichnet sein. Auch die Einführung von All IP wird das Geschäftsjahr 2008 prägen. Zusätzlich ist mit einem Preisverfall auf Grund regulatorischer Vorgaben und wettbewerbsbedingter Preissenkungen zu rechnen. Im Breitbandgeschäft wird die Deutsche Telekom ihre Marktführerschaft verteidigen. Mit den Entertain-Produkten beabsichtigt der Konzern, in Deutschland den Massenmarkt zu erschließen. Mit einer Qualitäts- und Service-Offensive richtet das operative Segment Breitband/Festnetz seinen Fokus 2008 auf die Sicherung und Verteidigung des Kerngeschäfts mit Sprachtelefonie und Netzzugang sowie der Marktführerschaft im Breitbandgeschäft. Hinzu kommt die konsequente Ausrichtung auf Wachstumsthemen mit neuen Produkten, wie beispielsweise die Einführung eines innovativen IP-Anschlusses, der den Kunden viele zusätzliche Funktionen wie etwa Videotelefonie bietet. Unter den zu Grunde liegenden Annahmen erwartet die Deutsche Telekom eine Verlangsamung des rückläufigen Umsatz- und Ergebnistrends für das operative Segment Breitband/Festnetz. Im Jahr 2008 treibt die Deutsche Telekom den Ausbau der Highspeed-Netzinfrastruktur weiter voran. Der Ausbau erfolgt jedoch nur, wenn unter Betrachtung des regulatorischen Umfelds und der Wirtschaftlichkeit eine solche Investition sinnvoll erscheint. Neben dem Ausbau der Highspeed-Netzinfrastruktur sind für das Jahr 2008 weitere Investitionen in die Netzabdeckung und Leistungsfähigkeit der bestehenden IP-Netzinfrastruktur geplant.

Geschäftskunden: Weichen stellen für Wachstum. Das operative Segment Geschäftskunden wird 2008 den im Berichtsjahr eingeschlagenen Kurs fortsetzen und sich weiter auf netz-zentrierte Dienstleistungen fokussieren. Als Folge dieser Strategie wurden im Januar 2008 Media & Broadcast, die Rundfunk- und Mediensparte von T-Systems, an den französischen Anbieter TDF (Télédiffusion de France) verkauft und die Gesellschaft Active Billing, die das Forderungsmanagement der Deutschen Telekom durchführt, auf das Segment Breitband/Festnetz übertragen. Gleichzeitig hat das Segment Geschäftskunden das Ziel, seine Position als europäischer Anbieter im internationalen Markt mit weiteren Großaufträgen auszubauen. Das kündigte Herr Reinhard Clemens zu seinem Amtsantritt als neuer Vorstand Geschäftskunden der Deutschen Telekom und CEO von T-Systems am 3. Dezember 2007 an. Kunden aus Europa wünschen eine europäische Alternative zu den US-Dienstleistern, da sich ein europäischer Anbieter stärker nach ihren Geschäftsinteressen ausrichtet und die Unternehmenskultur besser versteht. Für 2008 soll der Bereich Systems Integration mit einem Partner gestärkt werden. Anders als beim netz-zentrierten Geschäft fallen bei der Systemintegration mehr als 60 % der Arbeiten vor Ort beim Kunden an. Gleichzeitig müssen Anbieter in diesem Markt standardisierte Programmierleistungen aus sog. Near- und Offshore-Ländern wie Ungarn, Brasilien und Indien beziehen, um wettbewerbsfähig zu sein. Eine Partnerschaft soll daher zum einen die Zahl der Spezialisten für das Vor-Ort-Geschäft beim Kunden international erhöhen und zum anderen die Offshore-Ressourcen vergrößern. Für das operative Segment Geschäftskunden wird unter Berücksichtigung der beschriebenen Maßnahmen eine Stabilisierung der Umsatz- und Ergebnisentwicklung erwartet.

Konzernzentrale & Shared Services. Das Ergebnis des Segments Konzernzentrale & Shared Services wird maßgeblich durch die Entwicklung von Vivento beeinflusst. Auf Grund der veränderten Marktbedingungen muss der Konzern die Personalstruktur weiter umbauen. Mit dem Know-how von Vivento wird in 2008 ein Kapazitätsmanagement aufgebaut, dessen Ziel die Generierung weiterer externer Beschäftigungsmöglichkeiten für Mitarbeiter der Deutschen Telekom ist. Insbesondere Beschäftigungsperspektiven im öffentlichen Sektor stehen im Fokus, die vornehmlich den Beamten des Telekom Konzerns angeboten werden. Der Ausweis der Personalkosten der angesprochenen Mitarbeiter bei Vivento wird 2008 das Ergebnis der Konzernzentrale & Shared Services belasten. Ferner wirken sich Maßnahmen zur Zentralisierung von Funktionen im Segment Konzernzentrale & Shared Services zunächst belastend aus. In diesem Zusammenhang soll die konsequente Fortführung der Kostensenkungsmaßnahmen in den Folgejahren zu Effizienzgewinnen führen.

Auf Grundlage der erwarteten Marktsituation in den einzelnen operativen Segmenten strebt die Deutsche Telekom für den Gesamtkonzern ein weiterhin positives Ergebnis an.





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