Hinweis: dies ist ein Auszug aus dem Geschäftsbericht des Unternehmens. finanzen.net übernimmt keine Gewährleistung für die Richtigkeit des Inhalts.
Für das Jahr 2012 erwartet Klöckner & Co insbesondere durch den Ausbau der Aktivitäten in Nordamerika einen Anstieg des Absatzes und des Umsatzes. Im Segment Europa werden Absatz und Umsatz durch den allgemein erwarteten Rückgang der Wirtschaftsleistung belastet. Für das Segment Americas geht das Unternehmen von einem weiterhin robusten Wachstum des Bruttoinlandsprodukts und damit einhergehend einer Steigerung des Stahlabsatzes aus. Auch bei der Ergebnisentwicklung im Segment Americas wird eine deutliche Verbesserung erwartet, während die Maßnahmen zur Steigerung der Profitabilität vor allem in Europa darauf abzielen, die negativen Auswirkungen eines Absatzrückgangs abzufedern.
Gisbert Rühl: „2012 wird nicht minder herausfordernd als 2011. Auch wenn vor dem Hintergrund der unsicheren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine zuverlässige Prognose für das Gesamtjahr derzeit nicht möglich ist, sollten der rechtzeitige Ausbau unserer Aktivitäten in Amerika und unser umfangreiches Maßnahmenprogramm zur Steigerung der Profitabilität es ermöglichen, Absatz, Umsatz und operatives Ergebnis in 2012 zu steigern.”
Update 09.05.2012: Für das Geschäftsjahr 2012 erwartet Klöckner & Co aus heutiger Sicht weiterhin eine Steigerung des Absatzes um 5 % und auch des Umsatzes gegenüber dem Vorjahr. Dabei soll die Steigerung trotz der Portfoliobereinigungen und der schwachen Marktentwicklung in Europa durch die im letzten Jahr durchgeführten Akquisitionen erreicht werden. Die angestrebte Verbesserung des EBITDA für das Gesamtjahr ist nur erreichbar, wenn sich das wirtschaftliche Umfeld in Europa im zweiten Halbjahr verbessert. Sollte dies nicht der Fall sein, geht das Unternehmen aus heutiger Sicht davon aus, dass sich das operative Ergebnis in etwa auf dem Niveau des Vorjahres bewegen wird. Die erwartete Steigerung des EBITDA in den USA durch die Akquisition von Macsteel und einer insgesamt robusteren Konjunkturentwicklung würde dabei ebenso wie die Ergebnisverbesserung aus den Profitabilitätssteigerungsmaßnahmen durch eine schwächere operative Entwicklung in Europa aufgezehrt.
Für das zweite Quartal erwartet das Unternehmen ein operatives Ergebnis (EBITDA) von 50 bis 60 Mio. €, vorausgesetzt, die Aussichten für die wirtschaftliche Entwicklung in Europa trüben sich nicht weiter ein und die Preise für Stahlprodukte geben nicht massiv nach. Zu diesem Ergebnis wird das Segment Americas erneut einen überdurchschnittlichen Beitrag in Bezug auf den Umsatz leisten.
Auch wenn der Fokus im ersten Halbjahr uneingeschränkt auf der Umsetzung des Maßnahmenpakets zur Steigerung der Profitabilität in Europa sowie der vollständigen Integration der im Vorjahr übernommenen Macsteel liegt, ist Klöckner & Co mit seinem Finanzierungsspielraum und seiner soliden Bilanz bestens gerüstet, um ab dem zweiten Halbjahr die langfristige Wachstumsstrategie „Klöckner & Co 2020“ fortzuführen.