Hinweis: dies ist ein Auszug aus dem Geschäftsbericht des Unternehmens. finanzen.net übernimmt keine Gewährleistung für die Richtigkeit des Inhalts.
Für das Jahr 2013 geht Klöckner & Co trotz der durch die Restrukturierung aufgegebenen Absatzvolumina in Europa durch weiteres Wachstum in den USA von einem Absatz und Umsatz in etwa auf Vorjahresniveau aus. Die durch die Akquisition von Macsteel deutlich gestiegene Präsenz in den USA verbunden mit den organischen Wachstumsperspektiven wird abermals zu einer Gewichtsverschiebung im Umsatzanteil zwischen Europa und Americas führen, so dass im Jahr 2013 bereits deutlich mehr als 40 % des Absatzes im Segment Americas erzielt werden.
Für das operative Ergebnis (EBITDA) erwartet Klöckner & Co einen deutlichen Anstieg von 139 Mio. € (vor Restrukturierungsaufwendungen) im abgelaufenen Geschäftsjahr auf etwa 200 Mio. €. Maßgeblich dafür ist der diesjährige Ergebnisbeitrag von 60 Mio. € aus dem konzernweiten Restrukturierungsprogramm. Im Zuge der operativen Entwicklung erwartet der Konzern für das Jahr 2013 auch ein positives Konzernergebnis sowie erneut einen positiven Cashflow.
Gisbert Rühl: „Mit den drei Stoßrichtungen Wachstum in den USA, Stabilisierung der profitablen und Restrukturierung der übrigen Aktivitäten in Europa haben wir unsere Strategie den aktuellen Herausforderungen angepasst. Wir sind damit gut gerüstet, trotz des weiterhin schwierigen Umfelds die Ertragskraft zu steigern und in den USA weiter zu wachsen.“
Update 8.05.2013: Für das zweite Quartal geht Klöckner&Co von einem leichten Anstieg der Nachfrage gegenüber dem Vorquartal aus. Dieser Anstieg basiert jedoch maßgeblich auf den saisonal besseren klimatischen Bedingungen und weniger auf einer generellen Erholung der zugrundeliegenden Nachfrage. Durch die verschärften Konjunktursorgen im Frühjahr in Europa und die ungelösten Fiskal- und Budgetprobleme in den USA wird eine Erholung weitgehend ausbleiben. Entsprechend wird auch der Anstieg des operativen Ergebnisses (EBITDA) moderat ausfallen und in einem Korridor zwischen 35 bis 45 Mio. € erwartet. Wie auch schon im vorangegangenen Quartal wird das inzwischen fast vollständig umgesetzte Restrukturierungsprogramm einen deutlichen Beitrag leisten und so den konjunkturbedingten Absatz- und Ergebnisrückgang abfedern.
Da Klöckner&Co derzeit keine Anzeichen für ein ursprünglich allgemein erwartetes Anziehen der Stahlnachfrage im zweiten Halbjahr sieht, ist ein Erreichen der Prognose von 200 Mio. € EBITDA für das Gesamtjahr 2013 zunehmend unrealistisch.
Gisbert Rühl: „Die Hoffnungen auf die allseits erwartete Konjunkturerholung im zweiten Halbjahr schwinden zusehends. Vor diesem Hintergrund wird auch die Erreichung der EBITDA-Prognose von 200 Mio. € zunehmend unrealistisch. Dennoch sind wir gut aufgestellt, auch ohne Erholung die Profitabilität aus eigener Kraft weiter zu steigern. Dabei helfen wird uns unsere starke Bilanz und unsere solide Finanzierung, die uns dafür den notwendigen Spielraum verleiht.“