KlöcknerCo AktieWKN: KC0100 / ISIN: DE000KC01000

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12.02.2016

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KlöcknerCo Ausblick auf 2015 aus dem Geschäftsbericht

Hinweis: Dies ist ein Auszug aus dem Geschäftsbericht des Unternehmens. finanzen.net übernimmt keine Gewährleistung für die Richtigkeit des Inhalts.

Auf die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft und den Geschäftsverlauf im Jahr 2015 blickt Klöckner & Co grundsätzlich optimistisch, trotz der nach wie vor erheblichen makroökonomischen und geopolitischen Unsicherheiten. Dabei wird aus heutiger Sicht ein Anstieg der Stahlnachfrage von 1 bis 2 Prozent in Europa und 3 bis 4 Prozent in den USA erwartet. Vor diesem Hintergrund geht Klöckner & Co im laufenden Jahr unter Berücksichtigung eines wahrscheinlich niedrigeren Stahlpreisniveaus von einem nur leicht steigenden Umsatz aus. Das operative Ergebnis (EBITDA) wird im 1. Quartal 2015 durch die stark gesunkenen Stahlpreise in den USA, den währungsbedingten Margendruck und potenzielle Lagerabwertungen in der Schweiz sowie weiter rückläufige Bauaktivitäten in Frankreich auf vergleichbarer Basis mit 15 bis 25 Mio. € deutlich schlechter ausfallen als im Vorjahr. Trotz dieser Entwicklung rechnet Klöckner & Co für das Gesamtjahr mit einer weiteren Steigerung des EBITDA, wobei in der Prognose keine Effekte aus vorgesehenen Restrukturierungsmaßnahmen in Frankreich enthalten sind.

Update 7.05.2015: Für das laufende Jahr rechnet Klöckner&Co in Europa mit einem Anstieg der Stahlnachfrage von 1 bis 2 %. Wachstumsimpulse werden im Wesentlichen vom Maschinen- und Anlagenbau sowie von der Automobilindustrie erwartet, die von einem schwächeren Euro und niedrigeren Ölpreis profitieren sollten. In den USA wird ebenfalls mit einem Anstieg der Stahlnachfrage von 1 bis 2 % gerechnet. Die Entlastung der Budgets der privaten Haushalte durch den niedrigeren Ölpreis stimuliert insbesondere das Wachstum des Wohnungsbaus und der Automobilindustrie. Negative Effekte aufgrund einer rückläufigen Stahlnachfrage aus der Öl- und Gasindustrie dürften damit zumindest kompensiert werden. Im zweiten Quartal sollte der Konzernumsatz trotz der bis jetzt rückläufigen Stahlpreise in den USA saisonal bedingt leicht steigen. Das operative EBITDA wird in einer Spanne von 35 bis 45 Mio. € prognostiziert. Zum erwarteten Ergebnisanstieg gegenüber dem Vorquartal werden neben den voraussichtlich geringeren Belastungen aus sinkenden Stahlpreisen auch die zunehmenden Effekte aus internen Optimierungsmaßnahmen beitragen. Gisbert Rühl: „Im zweiten Halbjahr erwarten wir einen spürbaren Anstieg des operativen Ergebnisses. Unser ausgegebenes Ziel eines steigenden EBITDA im Gesamtjahr – vor vorgesehenen Restrukturierungsmaßnahmen – erscheint aufgrund des stark geänderten Umfelds jedoch sehr ambitioniert.“ Bis 2017 plant Klöckner & Co, die EBITDA-Marge auf über 5,0 % zu steigern. Hierzu soll, neben der vollständigen Implementierung des Optimierungsprogramms KCO WIN, der weiteren Optimierung der Preisgestaltung und der Ausweitung des Angebots von höherwertigen Produkten und Dienstleistungen, die Digitalisierung der Geschäftsprozesse einen stetig steigenden Beitrag leisten.

Update 6.08.2015: Für das dritte Quartal rechnet Klöckner & Co bei einem konstanten Konzernumsatz mit einer weiteren Steigerung des operativen EBITDA vor Restrukturierungsaufwendungen im Vergleich zum Vorquartal auf 45 55 Mio. €. Die antizipierte Verbesserung der Profitabilität gegenüber dem Vorquartal resultiert im Wesentlichen aus der Stabilisierung der Stahlpreise in den USA und der Erholung in der Schweiz nach der Aufwertung des Schweizer Frankens. Auch mit der erwarteten spürbaren Erholung in der zweiten Jahreshälfte, kann damit nicht die gegenüber dem Vorjahr wesentlich schwächere Entwicklung des ersten Halbjahres kompensiert werden. Entsprechend rechnet Klöckner & Co für das Gesamtjahr mit einem erheblichen Rückgang des operativen Ergebnisses (EBITDA) vor Restrukturierungsaufwendungen. Das Konzernergebnis wird aufgrund der Restrukturierungsaufwendungen noch stärker zurückgehen und damit deutlich unter Vorjahr liegen.

Update 3.11.2015: In Europa geht Klöckner & Co für das Gesamtjahr, insbesondere getrieben durch die Zuwächse in der Automobilindustrie, von einem leichten Anstieg der realen Stahlnachfrage von rund 1 % aus. In den USA kann der Einbruch des Öl- und Gassektors hingegen nicht vollumfänglich von Zuwächsen in anderen Bereichen kompensiert werden, so dass in Summe nun ein Rückgang der realen Stahlnachfrage um rund 2 % erwartet wird. Zu Beginn des vierten Quartals setzten sich die Belastungen aus rückläufigen Preisen und einer schleppenden Nachfrage fort. Daher wird für das ohnehin traditionell schwache Schlussquartal von einem operativen Ergebnis (EBITDA) vor Restrukturierungsaufwendungen im nur einstelligen Mio.-Euro-Bereich ausgegangen. Damit wird für das Geschäftsjahr 2015 – nach 76 Mio. € in den ersten neun Monaten – ein operatives Ergebnis (EBITDA) vor Restrukturierungs-aufwendungen von bis zu 85 Mio. € erwartet. Trotz der Ergebnisbelastungen wird mit einem positiven Free Cashflow im Gesamtjahr gerechnet. Im Geschäftsjahr 2016 wird das operative Ergebnis (EBITDA) auch bei einem lediglich stabilen Marktumfeld voraussichtlich deutlich steigen und damit auch das Konzernergebnis wieder spürbar positiv ausfallen. Zusätzliche positive Impulse könnten sich aus den in den USA und Europa eingeleiteten Antidumping-Maßnahmen vor allem gegen chinesische Exporte ergeben.

Update 9.12.2015: Nachdem sich das Marktumfeld für Stahl- und Metallprodukte in den USA im laufenden Jahr erneut schlechter als allgemein erwartet entwickelt hat, nimmt die Klöckner & Co SE Wertberichtigungen auf den gesamten Goodwill (Geschäfts- oder Firmenwert) der Nordamerika-Aktivitäten von rund 270 Mio. EUR vor. Damit verbleibt zum Ende des laufenden Jahres - bei einem Eigenkapital von etwa 1 Mrd. EUR - ein Goodwill von voraussichtlich rund 30 Mio. EUR in der Konzernbilanz der Klöckner & Co SE. Inklusive der Restrukturierungsaufwendungen in Europa und der im Zusammenhang mit der Goodwill-Abschreibung zu finalisierenden steuerlichen Bewertungen, wird aus heutiger Sicht insgesamt mit einem negativen Konzernergebnis von 350 bis 380 Mio. EUR für das Geschäftsjahr 2015 gerechnet. Die Prognosen für das laufende Jahr - eines operativen Ergebnisses (EBITDA) vor Restrukturierungsaufwendungen von bis zu 85 Mio. EUR und eines positiven Free Cashflows - werden bestätigt. Für das Folgejahr wird dann - begünstigt durch die Effekte aus dem Restrukturierungsprogramm KCO WIN+ - mit einem deutlichen Anstieg des EBITDA und einem positiven Konzernergebnis gerechnet.