Hinweis: dies ist ein Auszug aus dem Geschäftsbericht des Unternehmens. finanzen.net übernimmt keine Gewährleistung für die Richtigkeit des Inhalts.
Vor diesem Hintergrund blickt Linde durchaus zuversichtlich in die Zukunft: "Auch wenn die Rahmenbedingungen sicherlich nicht einfacher werden, halten wir an unseren Zielen fest", erläuterte Reitzle. "Wir wollen im Geschäftsjahr 2013 den Konzernumsatz weiter erhöhen und ein operatives Konzernergebnis von mindestens 4 Mrd. EUR erreichen." Das Unternehmen hat sich zudem neue Mittelfrist-Ziele gesetzt: "Im Geschäftsjahr 2016 streben wir ein operatives Konzernergebnis von mindestens 5 Mrd. EUR an. Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (Return on Capital Employed, ROCE) soll zu diesem Zeitpunkt rund 14 Prozent betragen."
Linde sieht nach wie vor insbesondere bei den globalen Megatrends Energie und Umwelt, Gesundheit (Healthcare) sowie in den aufstrebenden Volkswirtschaften gute Wachstumschancen. 2Diese Chancen werden wir auch zukünftig entschlossen nutzen und mit aller Konsequenz daran arbeiten, die Leistungsfähigkeit unseres Unternehmens noch weiter zu erhöhen", erklärte Reitzle. Linde wird sein ganzheitliches Konzept zur nachhaltigen Effizienzsteigerung (HPO) fortsetzen und plant, in den Jahren 2013 bis 2016 die Bruttokosten insgesamt um weitere 750 Mio. Euro bis 900 Mio. Euro zu senken.
Die jüngsten Konjunkturprognosen deuten darauf hin, dass der weltweite Gasemarkt im laufenden Jahr 2013 etwas stärker wachsen wird als im Vorjahr. Lindes grundsätzliche Zielsetzung im Gasegeschäft gilt nach wie vor: Das Unternehmen will sich besser entwickeln als der Markt und die Produktivität weiter verbessern.
Im On-site-Geschäft verfügt Linde über eine gut gefüllte Projektpipeline, die auch in den kommenden Jahren wesentlich zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung beitragen wird. In den Produktbereichen Flüssig- und Flaschengase erwartet das Unternehmen einen Geschäftsverlauf, der den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen entspricht. Im Healthcare-Geschäft rechnet Linde auf der Grundlage der vollzogenen Akquisitionen – insbesondere von Lincare – mit deutlichen Umsatz- und Ergebnissteigerungen.
Vor diesem Hintergrund geht Linde in der Gases Division davon aus, den Umsatz in den Geschäftsjahren 2013 und 2014 weiter zu steigern und das operative Ergebnis jeweils zu verbessern.
Im internationalen Großanlagenbau ist in den kommenden Jahren ein vergleichsweise stabiles Marktumfeld zu erwarten. Der hohe Auftragsbestand bildet eine gute Grundlage für eine solide Geschäftsentwicklung der Engineering Division in den nächsten zwei Jahren. Für die Geschäftsjahre 2013 und 2014 rechnet Linde in seinem Anlagenbaugeschäft damit, einen Umsatz auf dem Niveau des Jahres 2012 zu erzielen. Bei der operativen Marge erwartet Linde, im laufenden Geschäftsjahr 2013 einen Wert von rund 10 Prozent zu erreichen. Linde ist im Markt für Olefin-Anlagen, Erdgas-Anlagen, Luftzerlegungs-Anlagen sowie Wasserstoff- und Synthesegas-Anlagen global gut aufgestellt und wird insbesondere von Investitionen in die strukturellen Wachstumsbereiche Energie und Umwelt nachhaltig profitieren.