Deutsche Lufthansa AktieWKN: 823212 / ISIN: DE0008232125

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02.12.2016

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Deutsche Lufthansa Ausblick auf 2016 aus dem Geschäftsbericht

Hinweis: Dies ist ein Auszug aus dem Geschäftsbericht des Unternehmens. finanzen.net übernimmt keine Gewährleistung für die Richtigkeit des Inhalts.

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet die Lufthansa Group mit einer weiteren leichten Verbesserung des Adjusted EBIT. Ergebnisbelastungen aus etwaigen Streiks sind in dieser Prognose nicht enthalten. Wesentlicher Treiber der Ergebnisverbesserung werden erneut die Passagierairlines sein. Aufgrund des starken Wachstums von Eurowings auf der Langstrecke und der steigenden Wettbewerbsintensität werden die Stückerlöse voraussichtlich deutlich sinken. Laut Prognose werden Kostenentlastungen vor allem aus dem niedrigen Ölpreis resultieren. Aber auch nach Bereinigung um Währungseffekte und Treibstoffkosten sollen die Stückkosten zurückgehen. So betont Simone Menne: „Wir lassen uns von den niedrigen Treibstoffkosten nicht blenden. Sie werden unserem Ergebnis zwar auch im laufenden Jahr Rückenwind geben, Kostendisziplin bleibt aber eine unserer wichtigsten Aufgaben. Es muss uns gelingen, die Stückkosten der Hub Airlines zu senken. Das ist und bleibt der Schlüssel für unsere Wettbewerbsfähigkeit.“ Einen wichtigen Beitrag hierzu liefern Effizienzsteigerungen in der Flotte: Allein in diesem Jahr gehen der Lufthansa Group 52 neue, hochmoderne und kerosinsparende Flugzeuge zu. Die Lufthansa Passage erwartet eine leichte Steigerung des Adjusted EBIT. SWISS International Air Lines rechnet insbesondere aufgrund der besonderen Währungssituation im Schweizer Franken mit einem Ergebnis leicht unter Vorjahr. Für Austrian Airlines wird abermals eine deutliche Ergebnisverbesserung prognostiziert. Demgegenüber kalkuliert die Eurowings Gruppe ein leicht negatives Ergebnis, was vor allem eine Folge der Investitionen in den Aufbau der Gesellschaft ist. Lufthansa Cargo erwartet aus heutiger Sicht eine leichte Erholung der Ertragslage. Lufthansa Technik rechnet aufgrund zunehmenden Preisdrucks einerseits und Kosten für Wachstumsprojekte andererseits mit einem deutlichen Ergebnisrückgang, während LSG SkyChefs einen leichten Ergebnisrückgang aufgrund von Aufwendungen für die Anpassung des Geschäftsmodells einkalkuliert. Die sonstigen Bereiche des Konzerns werden voraussichtlich ein deutlich besseres Ergebnis als im Vorjahr erzielen. „Wir werden die Weiterentwicklung der Lufthansa Group in diesem Jahr konsequent vorantreiben“, sagt Carsten Spohr. „Die Lufthansa Group steht jetzt auf drei starken Säulen: dem führenden Hub-Airline-System in Europa, der führenden Punkt-zu-Punkt-Airline in unseren Heimatmärkten und den weltweit stärksten Servicegesellschaften der Luftfahrtindustrie. Wir haben damit strategische Optionen wie kaum ein anderer Aviation-Konzern auf dieser Welt. Das ist eine starke Ausgangsposition, um vom weiteren Wachstum des globalen Luftverkehrs in mehrfacher Hinsicht zu profitieren. Wenn es uns gelingt, unsere Kostenstrukturen weiter an das Marktniveau heranzuführen, hat die Lufthansa Group in allen Geschäftsfeldern eine großartige Perspektive.“

Update 3.05.2016: Nach dem soliden Verlauf des ersten Quartals erwartet die Lufthansa Group für das Geschäftsjahr 2016 unverändert einen Umsatz und ein Adjusted EBIT leicht über Vorjahr. Restrukturierungsmaßnahmen werden die Ergebnisentwicklung sowohl einzelner Geschäftsfelder als auch der gesamten Lufthansa Group voraussichtlich belasten. Derzeit werden Kosten in Höhe von insgesamt rund 100 Mio. EUR, vor allem bei Lufthansa Passage, LSG Sky Chefs und in den Zentralfunktionen, erwartet. Diese Kosten sind in der Prognose enthalten. Negative Ergebniseffekte aus etwaigen Streiks sind in dieser Ergebnisprognose nicht enthalten.

Update 20.07.2016: Insbesondere aufgrund der wiederholten Terroranschläge in Europa und der seit der Bekanntgabe der ursprünglichen Prognose im März gestiegenen politischen und wirtschaftlichen Unsicherheit, haben die Vorausbuchungen vor allem auf Langstreckenverbindungen nach Europa deutlich nachgelassen. Eine vollständige Aufholentwicklung hält der Vorstand aus heutiger Sicht für nicht mehr wahrscheinlich. Der Vorstand der Deutschen Lufthansa AG hat deshalb in seiner heutigen Sitzung beschlossen, trotz der über Vorjahr liegenden Ergebnisse im ersten Halbjahr die Gesamtjahresprognose für das Adjusted EBIT von „leicht über Vorjahr“ auf „unter Vorjahr“ abzusenken.

Update 19.10.2016: Auf Basis der bisherigen Erfahrungswerte in diesem Umfeld erhöht der Vorstand der Deutschen Lufthansa AG seine Gesamtjahresprognose für das Adjusted EBIT von „unter Vorjahr“ nun „in etwa auf Vorjahresniveau“. Es wird erwartet, dass die währungsbereinigten Stückerlöse im vierten Quartal um 7 bis 8 Prozent sinken, das ist ein um einen Prozentpunkt geringerer Rückgang als noch im Juli erwartet. Die um Währungs- und Treibstoffeffekte bereinigten Stückkosten sollen im vierten Quartal unverändert um 2 bis 3 Prozent sinken. Die Treibstoffkosten sollen im vierten Quartal nach aktueller Hochrechnung um ca. 140 Mio. EUR gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum sinken. Die anderen Geschäftsfelder erwarten im vierten Quartal kumuliert ein Ergebnis leicht unter dem des entsprechenden Vorjahreszeitraums zu erreichen.

Update 2.11.2016: Für das Gesamtjahr 2016 hat die Lufthansa Group ihre Ergebnisprognose unlängst erhöht. Sie rechnet nun mit einem Adjusted EBIT in etwa auf Vorjahresniveau. Im Geschäftsjahr 2015 hatte die Lufthansa Group ein Adjusted EBIT von 1.817 Millionen Euro ausgewiesen. Ausschlaggebend für die Anhebung der Prognose war vor allem die erfreuliche Entwicklung der kurzfristigen Buchungen zum Ende des dritten Quartals. Neben dem stabilen Geschäftsreiseverkehr zahlen sich die gezielten Maßnahmen zur Steuerung von Kapazitäten und Erlösen zunehmend aus. Im Schlussquartal wird Lufthansa das Kapazitätswachstum der Passagierairlines erneut um einen Prozentpunkt reduzieren, um zu einer weiteren Stabilisierung des Preisumfelds beizutragen. Das Unternehmen rechnet jetzt für das vierte Quartal mit einem Rückgang seiner währungsbereinigten Stückerlöse um 7 bis 8 Prozent, nachdem vor drei Monaten noch ein Minus von 8 bis 9 Prozent angenommen wurde. Die um Währungseffekte und Treibstoffkosten bereinigten Stückkosten sollen um 2 bis 3 Prozent sinken, die Treibstoffkosten um 140 Millionen Euro. Für die anderen Geschäftsfelder (Cargo, Technik, LSG und Sonstige) wird für das vierte Quartal kumuliert ein leicht unter Vorjahr liegendes Ergebnis erwartet. Die Umstellung der Übergangs- und Altersversorgung für die Kabinenmitarbeiter führt bei dem derzeitigen Zinsniveau zusätzlich zu dem bilanziellen Effekt einer jährlichen Kostenentlastung von in etwa 60 Millionen Euro ab 2017.