MAN Ausblick auf 2007 aus dem Geschäftsbericht

Hinweis: dies ist ein Auszug aus dem Geschäftsbericht des Unternehmens. finanzen.net übernimmt keine Gewährleistung für die Richtigkeit des Inhalts.

Der Auftragseingang erreichte 2006 durch eine gute Konjunkturlage und ein wiederum besonders hohes Volumen an Großaufträgen mit 16,6 Mrd € eine neue Höchstmarke. Für 2007 erwarten wir eine fortgesetzt gute Investitionsgüterkonjunktur, das Volumen an Großaufträgen der vergangenen Jahre (MoD und Oman 2005: 1,7 Mrd €, AUM und MoD 2006: 1,1 Mrd €) wird sich 2007 allerdings nicht wieder realisieren lassen. Im laufenden Geschäft werden die Auftragseingänge auf hohem Niveau nochmals zulegen. Für die Gruppe gehen wir daher von einem Auftragseingang aus, der insgesamt in der Größenordnung des Vorjahres liegt.

Der Umsatz der MAN Gruppe wird 2007, auch wegen des hohen Auftragsbestandes, gegenüber dem Vorjahresvolumen (13,0 Mrd €) weiter steigen. Ingesamt erwarten wir in allen produzierenden Bereichen einen Zuwachs, in der Gruppe wollen wir den Umsatz um mehr als 5 % steigern.

Zu Beginn des Jahres 2005 hatten wir uns für die MAN Gruppe und ihre Bereiche anspruchsvolle Renditeziele gesetzt. Bis 2007 sollte danach in der Gruppe eine Umsatzrendite ROS von 6,0 % im Durchschnitt eines Konjunkturzyklus und eine Kapitalrendite ROCE von 18,0 % erzielt werden. Nachdem wir das ROCE-Ziel bereits 2005 erreicht hatten, erreichten wir 2006 erstmals das ROS-Ziel und übertrafen dabei mit 8,5 % auch unseren oberen Rahmen für konjunkturell starke Jahre. Für 2007 haben wir uns das Ziel gesetzt, die Umsatzrendite weiter zu steigern. Bei weiterhin günstigem Konjunkturverlauf und unverändert starker Auftragslage wollen wir 2007 eine Umsatzrendite von 9,0 % erreichen, indem alle Bereiche ihre Rendite weiter verbessern. Insbesondere wird MAN Nutzfahrzeuge die eingeleiteten Kostensenkungsprogramme planmäßig fortführen und die Umsatzrendite weiter steigern.

Für das operative Ergebnis 2007 erwarten wir für die MAN Gruppe damit einen weiteren klaren Anstieg. Der größte Zuwachs wird vom Bereich Nutzfahrzeuge beigetragen, auch die übrigen Bereiche können beim operativen Ergebnis spürbar zulegen. Das Ergebnis nach Steuern (2006: 750 Mio € ohne Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche) und das Ergebnis je Aktie von 5,05 € sollten in einer ähnlichen Größenordnung wie das operative Ergebnis zunehmen. Die Höhe der Dividende der MAN Aktiengesellschaft wird sich auch künftig am operativen Ergebnis der Gruppe orientieren.

Im Jahr 2006 haben wir wesentliche Investitionen durchgeführt die neben der laufenden Modernisierung der Fertigungsstätten vor allem auf das geplante Wachstum bei Nutzfahrzeugen und Turbomaschinen fokussiert waren. Nach einem Volumen von 486 Mio € 2006 (ohne Erwerb von Scania-Aktien) werden die Investitionen im Jahr 2007 auf rund 420 Mio € sinken. Schwerpunkte sind weitere Rationalisierungen sowie die Anpassung der Kapazitäten an die weiter wachsende Geschäftstätigkeit Die geplanten Investitionen können in vollem Umfang mit dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit finanziert werden.

Forschung und Entwicklung haben für MAN eine elementare Bedeutung, weil wir den Anforderungen der Märkte und der Gesetzgeber mit immer weiter entwickelten technischen Lösungen begegnen müssen. Gleichzeitig sind Forschung und Entwicklung für uns kein Selbstzweck sondern streng darauf gerichtet, unseren Kunden Wettbewerbsvorteile zu verschaffen. Damit sind unsere FuE-Schwerpunkte unter anderem die Weiterentwicklung unserer Nutzfahrzeug- und Dieselmotoren mit Blick auf Leistungskraft, Verbrauch und Abgasnormen, die Weiterentwicklung der Lkw- und Busmodelle sowie die Fortentwicklung unseres Produktprogramms im Bereich Turbomaschinen. Das FuE-Budget wird 2007 gegenüber 2006 (396 Mio €) leicht steigen.

Zur Gewährleistung der Nachhaltigkeit der Einkaufserfolge und der Erzielung weiterer Synergien wird die gemeinsame Einkaufsstrategie auch 2007 ausgebaut und die internationalen Bezugsquellen systematisch weiterentwickelt werden.

Für 2007 werden wir die Entwicklung des operativen Cashflows weiter stark verbessern. Wir werden damit die fortgesetzt guten operativen Ergebnisse in einen steigenden Cashflow aus der Geschäftstätigkeit verwandeln und die Liquidität gegenüber 2006 deutlich steigern. Dabei werden wir verstärkt unsere Geschäftsprozesse verändern, um trotz steigender Umsätze die Mittelbindung in Vorräten und Forderungen weiter zu reduzieren.

Wir werden auch im kommenden Jahr – nach 350 Mio € im Jahr 2005 und 310 Mio € im Jahr 2006 – für die inländischen Unternehmen einmalige und laufende Einzahlungen in die Altersversorgungsfonds leisten, um die Versorgungsverpflichtungen der MAN Gruppe weiter mit Kapital zu unterlegen. Hierfür werden wir weiterhin einen wirtschaftlich sinnvollen Finanzierungsmix aus operativem Cashflow und externer Finanzierung anstreben.

Zu der sehr guten Liquiditätsversorgung der MAN Gruppe tragen neben den verfügbaren liquiden Mitteln eine syndizierte Kreditlinie von 2,0 Mrd €, die zum 31. Dezember 2006 nicht in Anspruch genommen war, sowie etliche bilaterale Banklinien bei. Die im Jahr 2006 gekauften Aktien der Scania AB wurden durch die Ziehung einer syndizierten Akquisitionskreditlinie finanziert. Für die Finanzierung weiteren Wachstums steht der MAN Aktiengesellschaft auch ein Genehmigtes Kapital von nominal 188 Mio € zur Verfügung.





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