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Merck Ausblick auf 2008 aus dem Geschäftsbericht
Merck erwartet für 2008, dass sich die Gesamterlöse in einer Spanne zwischen 5 % und 9 % erhöhen. Beim Operativen Ergebnis erwartet das Unternehmen eine Wachstumsrate im zweistelligen Bereich. Auch 2009 rechnet Merck mit weiteren Steigerungen bei Gesamterlösen und Operativem Ergebnis. Das Ergebnis nach Steuern der fortzuführenden Geschäftsbereiche ohne Berücksichtigung eventueller Sondermaßnahmen wird sich in Geschäftsbereiche ohne Berücksichtigung eventueller Sondermaßnahmen wird sich in der im Rahmen der Kaufpreisallokation neu bewerteten Vorräte von Serono. Nach dem Verkauf der Sparte Generics im Jahr 2007 und der Rückführung der Kredite rechnet Merck mit einer weiterhin geringen Fremdverschuldung und daher mit einem verbesserten Finanzergebnis. Beim Gearing wird das niedrige Niveau voraussichtlich bleiben. Der Free Cash Flow bereinigt um Akquisitionen und Veräußerungen soll weiterhin auf einem hohen Niveau liegen. Die Investitionen in Sachanlagen sowie den Aufwand für Forschung und Entwicklung will Merck auch in den Jahren 2008 und 2009 weiter steigern.
Für den Unternehmensbereich Pharma erwartet Merck im Geschäftsjahr 2008 eine Steigerung der Gesamterlöse zwischen 7 % und 11 % und einen Anstieg beim Operativen Ergebnis im hohen zweistelligen Bereich. Für 2009 geht das Unternehmen von weiteren Zuwächsen bei den Gesamterlösen und beim Operativen Ergebnis aus.
Die Sparte Merck Serono erwartet für 2008 eine Verbesserung der Gesamterlöse zwischen 7 % und 11 % und beim Operativen Ergebnis Steigerungen im hohen zweistelligen Bereich. Für das Jahr 2009 rechnet die Sparte mit weiterem Wachstum bei den Gesamterlösen und dem Operativen Ergebnis. Den entscheidenden Wettbewerbsvorsprung will Merck durch den Ausbau des Biotechnologie-Geschäfts und die Kombination mit der Chemie-Kompetenz erreichen. Die Marktposition in der Biotechnologie soll nicht nur verteidigt sondern nachhaltig ausgebaut werden. Dazu wird sich das Unternehmen gezielt durch Akquisitionen und eine aktive Lizenzpolitik verstärken. Das Budget für Forschung und Entwicklung soll bei rund 1 Mrd € liegen, was einer Forschungsquote von rund 20 % entspricht. In ihrem Entwicklungsportfolio mit derzeit über 40 Projekten konzentriert die Sparte sich zunächst auf Onkologie, neurodegenerative Erkrankungen, Fruchtbarkeit, Autoimmun- und Entzündungskrankheiten sowie bestimmte Gebiete der Endokrinologie. Einen regionalen Schwerpunkt bildet der Ausbau der Geschäfte in den USA und Japan sowie in China.
Das Geschäft der Sparte Consumer Health Care wird organisch und mit Akquisitionen weiter entwickelt. Für 2008 erwartet die Sparte ein gutes organisches Wachstum der Gesamterlöse in einer Spanne zwischen 11 % und 15 % sowie eine weitere Verbesserung des Operativen Ergebnisses im einstelligen Bereich. Für 2009 geht Consumer Health Care ebenfalls von Steigerungsraten bei den Gesamterlösen und dem Operativen Ergebnis aus. In den Märkten konzentriert sich Consumer Health Care darauf, eine höhere Markenbekanntheit zu erlangen – vor allem in Europa.
Mit einem Portfolio aus dynamisch wachsenden Geschäften in stark expandierenden Märkten und einem stabilen Geschäft in reifen Marktsegmenten leistet der Unternehmensbereich Chemie wesentliche Beiträge zur Ausbalancierung des Unternehmensrisikos. Um die Risikodiversifizierung weiter zu verbessern, will Merck überdurchschnittliches Wachstum erzielen, indem es innovationsgetriebene Geschäftsfelder langfristig entwickelt und Zukäufe realisiert, die komplementär zu bestehenden Kundenbeziehungen oder Technologie-Plattformen sind. Für 2008 rechnet der Unternehmensbereich Chemie daher mit einem Wachstum bei den Gesamterlösen von 5 % bis 7% bei einem stabilen Ergebnisbeitrag. Für das Jahr 2009 geht das Unternehmen von weiteren Verbesserungen bei den Gesamterlösen und dem Operativen Ergebnis in der Chemie aus.
Die Sparte Liquid Crystals bereitet sich schon seit einiger Zeit auf zunehmenden Wettbewerb im Markt der Flüssigkristalle mit dem Ziel vor, dort langfristig die führende Rolle zu behalten. Der Markt für Fernsehgeräte mit Flachbildschirmen soll laut den Marktforschern von DisplaySearch im Jahr 2008 bei der verkauften Stückzahl die Marke von 100 Millionen überschreiten. Damit würden erstmals weltweit mehr Flachbildschirm-Fernseher verkauft werden als herkömmliche Röhrenbildschirme. Bis 2011 gehen die Marktforscher davon aus, dass LCD-Flachbildschirme zwei Drittel des gesamten Fernsehmarkts ausmachen. In neuen Display-Technologien will die Sparte eine ähnlich aktive Rolle spielen, um ihre technologische Kompetenz und ihr Kunden-Know-how in neue Geschäfte zu übertragen. Merck rechnet für 2008 daher mit weiterem Wachstum bei den Gesamterlösen´in einer Spanne von 5 % bis 10 % und mit einer Umsatzrendite um die 50 %. Die Sparte Liquid Crystals erwartet 2009 Steigerungen bei den Gesamterlösen und dem Operativen Ergebnis.
Die Sparte Performance & Life Science Chemicals wird auf dem eingeschlagenen Weg der schrittweisen Konzentration auf ertragsstarke Teilsegmente weitergehen. Innerhalb dieser Kundensegmente sind das breite Sortiment von Merck und kundennahe Entwicklung die Erfolgsfaktoren für die profitable Weiterentwicklung des Geschäfts. Merck rechnet daher damit, bei den Gesamterlösen den positiven Trend der Vorjahre mit einem Wachstum von etwa 5 % für 2008 fortzusetzen und das Operative Ergebnis gegenüber dem Vorjahr deutlich zu steigern. Für das Jahr 2009 geht die Sparte ebenfalls von einem Wachstum bei den Gesamterlösen und dem Operativen Ergebnis aus.
Eine Änderung der langfristigen Dividendenpolitik ist nicht vorgesehen. Basierend auf seiner Ergebniserwartung stellt Merck der Eigentümerfamilie und seinen Aktionären wieder eine ertragsorientierte Ausschüttung in Aussicht.













