Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AktieWKN: 843002 / ISIN: DE0008430026

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26.09.2016

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Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Ausblick auf 2016 aus dem Geschäftsbericht

Hinweis: Dies ist ein Auszug aus dem Geschäftsbericht des Unternehmens. finanzen.net übernimmt keine Gewährleistung für die Richtigkeit des Inhalts.

Unter der Annahme konstanter Wechselkurse rechnet die Gruppe für das Geschäftsjahr 2016 mit gebuchten Bruttobeiträgen zwischen 47 und 49 Mrd. €. Im Rückversicherungssegment werden Bruttobeiträge zwischen 26 und 28 Mrd. € erwartet, für das Geschäftsfeld ERGO zwischen 15,5 und 16 Mrd. €. Die gesamten Beitragseinnahmen im Geschäftsfeld ERGO (inkl. Sparbeiträgen aus fondsgebundenen Lebensversicherungen und Kapitalisierungsprodukten) sollten 2016 zwischen 17 und 18 Mrd. € liegen. Für Munich Health werden knapp 5 Mrd. € gebuchte Bruttobeiträge erwartet. In der Schaden- und Unfallrückversicherung strebt Munich Re 2016 unter Berücksichtigung des bis Februar vergleichsweise geringen Großschadenaufkommens eine Schaden-Kosten-Quote von rund 98 % der verdienten Nettobeiträge an. Der Anstieg von mehr als 8 %-Punkten zu der 2015 erzielten Quote ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass 2015 zufallsbedingt weniger Großschäden aus Naturkatastrophen als prognostiziert eingetreten waren und in großem Umfang Rückstellungen für Schäden früherer Anfalljahre aufgelöst wurden. Für 2016 rechnete Munich Re zu Jahresbeginn mit Großschäden im Umfang von gut 2 Mrd. €; das entspricht unverändert 12 % der verdienten Nettobeiträge. Die Schaden-Kosten-Quote im Segment ERGO Schaden/Unfall Deutschland sollte sich 2016 bei einer normalen Großschadenlast auf rund 95 % verbessern; im Segment ERGO International wird bei normaler Großschadenlast eine deutliche Verbesserung der Schaden-Kosten-Quote auf rund 99 % angestrebt. Bei Munich Health wird eine Schaden-Kosten-Quote von rund 99 % erwartet. Auch für 2016 geht Munich Re weiterhin von einem insgesamt sehr niedrigen Marktzinsniveau und somit geringeren laufenden Erträgen aus festverzinslichen Anlagen aus. Insgesamt rechnet Munich Re mit einem Kapitalanlageergebnis von rund 7 Mrd. €; dies entspräche einer Rendite auf Kapitalanlagen von rund 3 %. Das Konzernergebnis in der Rückversicherung sollte 2016 zwischen 1,9 und 2,4 Mrd. € liegen. Für das Geschäftsfeld ERGO erwartet Munich Re für 2016 ein Konzernergebnis zwischen 250 und 350 Mio. €, also deutlich über dem Ergebnis von 2015. Die Zielgröße berücksichtigt den Verkauf von ERGO Italia, jedoch nicht größere Aufwendungen für die Umsetzung des Zukunftsprogramms, über das im 2. Quartal berichten werden wird. Im Geschäftsfeld Munich Health wird ein Gewinn in einer Spanne von 50 bis 100 Mio. € angestrebt. Vorbehaltlich des Großschadenverlaufs und der Gewinn- und Verlustauswirkungen gravierender Währungskurs- oder Kapitalmarktbewegungen, signifikanter Änderungen der steuerlichen Rahmenbedingungen und anderer Sondereffekte strebt Munich Re ein Konzernergebnis in einer Spanne von 2,3 bis 2,8 Mrd. € an.

Update 10.05.2016: Die Erwartungen für 2016 haben sich im Vergleich zu den Angaben des im März veröffentlichten Geschäftsberichts 2015 verändert. In der Schaden- und Unfallrückversicherung ging Munich Re noch im März von einer Schaden-Kosten-Quote von rund 98 % der verdienten Nettobeiträge aus, nun wird eine Quote von rund 95 % erwartet. Diese Anpassung resultiert zum einen daraus, dass nicht nur bis Februar, sondern auch im März und April wenig Großschäden anfielen. Zum anderen blieben die Kundenmeldungen für Schäden früherer Jahre erneut deutlich unter den Erwartungen, so dass Munich Re nun mit einer Rückstellungsauflösung für Schäden aus früheren Jahren in Höhe von rund 6 statt bisher 4 Prozentpunkten rechnet. Für das Konzernergebnis war Munich Re im Ausblick zum Jahresbeginn von einer Spanne zwischen 2,3 und 2,8 Mrd. € ausgegangen. Mit 2,3 Mrd. € erwartet Munich Re nun ein Ergebnis, das am unteren Ende der ursprünglich prognos-tizierten Ergebnisspanne liegt. In der geänderten Zielgröße sind mögliche Aufwendungen für die Umsetzung des ERGO Strategieprogramms nunmehr bereits berücksichtigt. Das Ergebnis der ERGO wird von diesen Belastungen geprägt sein.