Hinweis: dies ist ein Auszug aus dem Geschäftsbericht des Unternehmens. finanzen.net übernimmt keine Gewährleistung für die Richtigkeit des Inhalts.
Vor dem Hintergrund der künftigen Belastungen im Energiegeschäft prognostiziert RWE nun für 2011 gegenüber dem Rekordjahr 2010 beim EBITDA einen Rückgang von ca. 15%. Das betriebliche Ergebnis, das die Abschreibungen enthält, wird um ca. 20% nachgeben. Beim nachhaltigen Nettoergebnis, an dem sich die Dividende orientiert, erwartet RWE ein Minus von ca. 30%.
Der mittelfristige Ausblick bleibt verhalten. Im Jahr 2013, wenn der Stromwirtschaft keine kostenfreien Emissionsrechte mehr zugeteilt werden, wird sich das EBITDA in einer Größenordnung von 8 Mrd. Euro bewegen, das betriebliche Ergebnis bei 5 Mrd. Euro. Für das nachhaltige Nettoergebnis erwartet RWE einen Wert von ca. 2 Mrd. Euro. Hierbei sind Ergebniseffekte aus Veräußerungen, die ein geplantes Volumen von bis zu 8 Mrd. Euro haben, bereits pauschal berücksichtigt: mit 1 Mrd. Euro beim EBITDA, 0,7 Mrd. Euro beim betrieblichen Ergebnis sowie 0,3 Mrd. Euro beim nachhaltigen Nettoergebnis.
Update: Am Ergebnisausblick, den RWE im Februar gegeben hat, hält der Konzern vorerst fest - trotz des Kernenergie-Moratoriums. Für das betriebliche Ergebnis erwartet der Konzern einen Rückgang von ca. 20% und für das nachhaltige Nettoergebnis, die Bemessungsgrundlage für die Dividende, von ca. 30%. Die anstehenden politischen Entscheidungen über die Zukunft der Kernkraft in Deutschland werden zeigen, ob und in welcher Höhe RWE 2011 mit zusätzlichen Ergebnisbelastungen rechnen muss.
Die Investitionen in Sachanlagen werden in diesem Jahr mit über 7 Mrd. Euro den Rekordwert von 2010 (6,4 Mrd. Euro) noch einmal deutlich überschreiten. In den Ausbau Erneuerbarer Energien fließen bis Ende 2013 knapp 4 Mrd. Euro, dazu kommen mehr als 1 Mrd. Euro für den Aufbau zusätzlicher CO2-armer Erzeugungskapazitäten.
Update 2: RWE bestätigt den im August aktualisierten Ergebnisausblick für das laufende Geschäftsjahr. Das EBITDA wird um ca. 20 Prozent unter dem Vorjahresniveau liegen, das betriebliche Ergebnis ca. 25 Prozent und das nachhaltige Nettoergebnis ca. 35 Prozent. Hauptgrund für den Rückgang der Ergebnisgrößen sind die Belastungen, die aus den energiepolitischen Beschlüssen der deutschen Regierung erwachsen.