08.02.2012 - Ausgabe 05/12
Japaner übernimmt bei Sony
Spitze der japanischen Tech-Ikone Sony brachte nicht die erhoffte Wende. Um nicht noch
Japaner übernimmt bei Sony
Spitze der japanischen Tech-Ikone Sony brachte nicht die erhoffte Wende. Um nicht noch stärker unter den Druck des koreanischen Erzrivalen Samsung zu geraten, beenden die Asiaten ihr mutiges Experiment und ersetzen den spröden Sir Howard Stringer durch Kazuo Hirai (Foto), den der scheidende Brite selbst eine "charmante Persönlichkeit" nennt. Der 52-Jährige erscheint mit seinem Aussehen und makellosem Englisch manchem gar als asiatische Ausgabe von Michael Douglas. Er muss jetzt zeigen, dass er auch eine dunkle Seite hat -ähnlich wie der US-Schauspieler als Wall-Street-Banker. "Hirai ist ein Gentleman, daher wird der Markt denken, er könne keine radikalen Veränderungen durchsetzen", sagt Ryosuke Katsura, Analyst der japanischen Bank Mizuho Securities. Darin liegt der Knalleffekt, den der Mann, einst Chef von Sonys Konsolensparte Playstation, bald zünden sollte. Sony braucht diesen kräftigen Schub dringend. Gerüchten zufolge wird Apple ab Herbst versuchen, mit eigenen TV-Geräten in dieses kriselnde Marktsegment einzusteigen.
Daimler holt sich Strafrechtler
Christine Hohmann-Dennhardt, Vorstand für Integrität und Recht beim Stuttgarter Autokonzern Daimler, holt sich professionelle Verstärkung. Als externer Ombudsmann hat Ex-Verfassungsrichter Winfried Hassemer (72) künftig eine Schlüsselposition bei der konzerninternen Aufklärung von Regelverstößen und Schmiergeldzahlungen. "Hinweisgeber können sich direkt an ihn wenden, ohne dass wir als Arbeitgeber ihre Namen erfahren", sagte Hohmann-Dennhardt. Der emeritierte Professor für Strafrecht arbeitet heute als Rechtsanwalt in Frankfurt.