€uro am Sonntag News

DAX-Bilanz: Commerzbank erzielt Wochenplus von über 63 Prozent
28.03.2009 10:02:00

Von Jörg Bernhard

Die Börse bleibt verrückt. Wertsteigerungen, die vor der Finanzkrise nicht einmal in einem Zeitraum von 12 Monaten erzielt wurden, werden heutzutage innerhalb einer Woche abgefeiert. So verteuerte sich die Aktie der Commerzbank in der abgelaufenen Börsenwoche um 63,3 Prozent!!! An jedem der fünf Börsentage erzielte die mit Staatsgeld gestützte Bank hohe Wertzuwächse, wobei zur Wochenmitte mit 15,8 Prozent der dickste Tagesgewinn verbucht worden war. Ein wahrer Cocktail positiver Einflüsse bescherte der Commerzbank nach Monaten des Siechens wieder einmal ein echtes Erfolgserlebnis. Neben der allgemein aufkeimenden Hoffnung bei Finanzwerten profitierte die Bankaktie vom Jubel der Börsianer, dass die Bank Randbereiche verkaufen und sich auf das Kerngeschäft konzentrieren wolle. Charttechnische Kaufsignale verstärkten dann diese Erholungstendenz zusätzlich und trieben die Aktie auf den höchsten Stand seit Mitte Januar.

Zumindest etwas verrückt entwickelte sich auch der Autowert Volkswagen, der auf Wochensicht um 19,0 Prozent auf 250 Euro ansprang. Hierfür verantwortlich wurde neben der beschlossenen Verlängerung der Abwrackprämie wieder einmal der Großaktionär Porsche gemacht. Dieser hat sich nach zähen Verhandlungen von Banken eine Kreditlinie von zehn Mrd. Euro und dadurch die Finanzierung seiner geplanten Aufstockung seiner VW-Beteiligung auf 75 Prozent gesichert. Anleger ohne Casino-Mentalität sollten in den kommenden Wochen allerdings die Finger von der Aktie lassen, da aufgrund der komplexen Gemengelage Ausbrüche nach oben genauso möglich sein können wie massive Kursstürze.

Linde verliert am stärksten

Die Aktie von Linde startete stark in die Woche und fiel dann sukzessive zurück. Während der DAX auf Wochensicht um 3,3 Prozent zulegen konnte, musste die Aktie des Industrieunternehmens einen Verlust von 5,3 Prozent hinnehmen und entwickelte sich damit unter sämtlichen DAX-Werten am schlechtesten. Fundamentale Nachrichten aus dem Unternehmen waren hierfür nicht verantwortlich. Am Dienstag war lediglich zu hören, dass eine Abstufung der US-Investmentbank Merrill Lynch für Verkaufsdruck gesorgt habe. Da die Verkaufslaune bis zum Wochenende anhielt, wäre es schon verwunderlich, wenn die angeschlagene US-Bank eine solche Meinungsmacht hätte. Dies erscheint ausgesprochen unwahrscheinlich.

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