€uro am Sonntag News

Gold: Charttechnisches Verkaufssignal generiert
12.01.2009 15:25:00

Von Jörg Bernhard

Der am Freitagabend veröffentlichte COT-Report (Commitments of Traders) der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) förderte bei den Großinvestoren von Gold (Non-Commercials) einen auffällig starken Zuwachs an Optimismus zu Tage. Innerhalb eines Monats stieg die Netto-Long-Position dieser Marktteilnehmer von 83.155 auf 133.604 Kontrakte an. Dies entsprach einem Anstieg um über 60 Prozent und zugleich dem höchsten Niveau seit fünf Monaten. Da viel Kapital bereits auf der Long-Seite platziert ist, wird damit die Wahrscheinlichkeit für eine Aufwärtsbewegung als relativ gering eingestuft. Aus charttechnischer Sicht befindet sich Gold gegenwärtig in einer prekären Lage, da die massive Unterstützung im Bereich von 840 Dollar am heutigen Nachmittag markant unterschritten worden ist. Durch dieses Verkaufssignal droht nun kurzfristig eine Kursbewegung in Richtung 750 Dollar. Der am aktivsten gehandelte Kontrakt auf Gold mit Fälligkeit im Februar stürzte bis gegen 14.45 Uhr (MEZ) um 26,50 auf 828,50 Dollar ab.

OPEC: Gut Ding will Weile haben

Trotz mehrerer Produktionskürzungen schaffte es die OPEC bislang nicht den Abwärtsdrang des Ölpreises zu stoppen. Obwohl die geopolitischen Risiken durch den Gaza-Krieg und den Disput zwischen Russland und der Ukraine signifikant zugenommen haben, orientiert sich der Ölpreis weiterhin gen Süden. Die steile Forward-Kurve (Contango) wird am Markt als Indiz interpretiert, dass das Angebot aktuell die Nachfrage deutlich übertrifft. Allerdings hört man am Markt zugleich häufig die Einschätzung, dass die Förderkürzungen der OPEC mittelfristig dieses Ungleichgewicht beseitigen könnte. Am Montagnachmittag zeigte sich der nächstfällige Future auf WTI weiterhin schwach. Bis gegen 14.45 Uhr (MEZ) ermäßigte er sich um 2,26 auf 38,57 Dollar, während der Kontrakt mit Fälligkeit im März um 2,00 auf 44,07 Dollar zurückfiel, und damit über 14 Prozent teurer war.

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