20.01.2009 10:01:35

von Günter Heismann
In Wahrheit gibt es freilich wenig zu feiern – außer der Entschlossenheit des Demokraten Obama, die Bürde zu schultern, die er vom Republikaner George W. Bush erbt. Selbst hartgesottene Beobachter sind fassungslos, in welchem Tempo die USA in die Rezession rutschen. Im letzten Quartal 2008 schrumpfte das Sozialprodukt um fünf Prozent. Mehr als fünf Millionen Amerikaner könnten in dieser Krise ihren Job verlieren. An der Wall Street sind voriges Jahr sieben Billionen Dollar verdampft.
Mit einem beispiellosen Programm will Obama die schocktote Konjunktur wieder zum Leben erwecken: mit Steuererleichterungen, Investitionen in marode Infrastruktur und der Förderung von erneuerbaren Energien. 850 Milliarden Dollar kostet das Paket bis 2010. Politiker und Unternehmer, Arbeitnehmer und Investoren – sie alle hoffen, dass die fiskalischen Impulse schon bald Wirkung zeigen. Spätestens im kommenden Jahr soll dann eine der längsten Rezessionen der jüngeren Geschichte beendet sein.