05.06.2009 14:00:00

Die Technologie sei die Voraussetzung für Intels Erfolg in neuen Märkten, sagt Smith weiter.
von Klaus Schachinger
€uro am Sonntag: Herr Smith, Dell und HP warnen, Cisco ist optimistisch. Wie sieht Intel die IT-Industrie?
Stacy Smith: Weltweit läuft das Geschäft mit Unternehmenskunden deutlich schwächer als die Umsätze mit Privatanwendern. Während eines Abschwungs müssen IT-Chefs als Erstes die Ausgaben drosseln, bis klar ist, wie es im Markt weitergeht. Ich erwarte deshalb nicht, dass sich die Situation in der zweiten Jahreshälfte zum Besseren wendet, nicht bevor wir verlässliche Zeichen für wirtschaftliches Wachstum sehen. In den entwickelten Märkten werden jene Regionen, die früh in die Rezession gerutscht sind, als Erste anspringen. Amerika drei bis vier Monate früher als Westeuropa.
€uro am Sonntag: Und in den Schwellenländern?
Smith: Da kommt vor allem China gut voran. Wir spüren das deutlich. Die Programme zu Förderung der Nachfrage sind dort schnell angelaufen, das Geld fließt, die positiven Effekte sind viel schneller eingetreten als in den USA oder Westeuropa. China wird einer der Wachstumstreiber bleiben, auch wenn es allgemein wieder aufwärtsgeht.
€uro am Sonntag: Wie sicher ist Intels Dividende im schwierigen Markt?
Smith: Wir haben zu keinem Zeitpunkt über eine die Kürzung der Dividende diskutiert, weder im Vorstand noch im Aufsichtsrat. Intel verdient auch im gegenwärtigen Umfeld ausreichend Cash um die finanziellen Anforderungen im Geschäft als auch Dividenden in unveränderter Höhe zu zahlen.
€uro am Sonntag: Sind Rückkäufe eigener Aktien derzeit eine Option um den Gewinn pro Aktie zu verbessern?
Smith: Nein. Aktienrückkäufe sind für mich eher ein Instrument um die Höhe der Cashreserven in der Bilanz zu steuern. Im gegenwärtigen wirtschaftlichen Umfeld fühle ich mich mit einem hohen Cashbestand sehr wohl. Sollten die Cashreserven deutlich ansteigen, könnte man wieder über Aktienrückkäufe in gewissem Umfang nachdenken.