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18.01.2012 10:58 | Aktuell

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Top Ten für den TecOver

Im Technologiebereich sind Firmenübernahmen (englisch: Takeover) voll im Trend – TecOvers ­sozusagen. Dabei kassieren die Aktionäre der ­übernommenen Unternehmen meist hohe Prämien auf den Aktienkurs. €uro nennt die heißesten „TecOver“-Kandidaten

von €uro-Redakteur Matthias Fischer

Ganz schön großzügig: 440 Millionen Dollar (rund 340 Millionen Euro) ließ IBM-Chef Samuel Palmisano Anfang Dezember 2011 springen. Für diese Summe kaufte der IT-Konzern das Technologie-Unternehmen Demandtec. Der von IBM gezahlte Preis von 13,20 US-Dollar je Aktie entsprach einem Aufschlag von sage und schreibe 57 Prozent gegenüber dem Aktienkurs am Tag zuvor.

Damit positioniert sich der Technologiekonzern aus North Castle im US-Bundesstaat New York im stark wachsenden Cloud-Markt. Bei sogenannten Cloud -Anbietern können Kunden im Internet IT--Infrastrukturen wie Rechnerkapazitäten, Software und Datenspeicher mieten und bekommen diese dann über ein Netzwerk zur Verfügung gestellt.

IBM ist beileibe kein Pionier in Sachen Cloud-Übernahmen. Kurz vor dem IBM-Deal — ebenfalls im Dezember — übernahm der deutsche Softwarekonzern SAP den kalifornischen Cloud-Softwareanbieter SuccessFactors für 3,2 Milliarden Dollar und zahlte damit 52 Prozent Prämie. Da wirken die 20 Prozent Aufschlag und ein Kaufpreis von 1,5 Milliarden Dollar, den US-Softwaregigant Oracle für den Cloud-Anbieter RightNow im Oktober zahlte, fast schon knauserig.

Allen drei Übernahmen ist eines -gemeinsam: Große Tech-Unternehmen kaufen kleinere Firmen, um sich schnell in einem rasch wachsenden Markt zu -positionieren. Dafür sind sie bereit, den -Aktionären einen ordentlichen Aufpreis zu zahlen. „Hunt for growth“ (Jagd nach Wachstum) nennt die Beratungsgesellschaft PWC das.

Großes Tech-Halali

Und diese Jagd wird sich 2012 intensivieren — zumal viele Tech-Unternehmen auf einem Haufen Bargeld sitzen, das sie investieren wollen: IBM etwa wies im September 2011 liquide Mittel von elf Milliarden Dollar aus — das entspricht ungefähr dem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Georgien. Oracle wies sogar 31,7 Milliarden US-Dollar aus, so hoch ist die gesamte Jahreswirtschaftsleistung von Kenia. Und Microsoft hat 57,4 Milliarden Dollar auf der hohen Kante — so viel erwirtschaftet ganz Weißrussland in einem Jahr. Da nehmen sich die 4,9 Milliarden Euro Cash bei SAP fast schon bescheiden aus.

€uro listet auf den nächsten Seiten zehn Übernahmekandidaten aus dem Technologiebereich auf, bei denen die Chancen auf Kursgewinne für Anleger groß sind.

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